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KOBELWALD: Turbulenzen um eine Erbschaft

Am Freitag und am Samstag präsentierte die Landjugend Kamor ihre traditionelle Unterhaltung. Die Theatergruppe inszenierte den Schwank «De Hobbypuur» in drei Akten.
Max Pflüger
Turbulente Szenen um den Poltergeist auf dem Hof des angeblich verstorbenen Veri Weber. (Bild: Max Pflüger)

Turbulente Szenen um den Poltergeist auf dem Hof des angeblich verstorbenen Veri Weber. (Bild: Max Pflüger)

Max Pflüger

Auch zur dritten Aufführung am Samstagabend war die Kobelwälder Mehrzweckhalle wiederum prall gefüllt. Wohl über 400 vorwiegend junge Zuschauerinnen und Zuschauer drängten sich im Saal. Darunter zahlreiche Vereinsdelegationen aus der engeren und weiteren Region. Vorgängig wurde der Dreiakter bereits am Freitagabend und dann als Kindervorstellung am Samstagnachmittag aufgeführt.

Die eigene Beerdigung inszeniert

Xaver «Veri» Weber (Dominik Gschwend) hat von der modernen Landwirtschaftspolitik genug. Er möchte seinen Hof nicht mehr gewinnorientiert, sondern als Gnadenhof weiterführen. Das muss man allerdings vermögen, darum möchte er grosse Teile seines Landbesitzes verkaufen. Dem steht jedoch ein Testament im Wege: Veri darf kein Land veräussern und schuldet zudem einem entfernten Verwandten Paul Vonmoos (Pascal Geisser) eine monatliche Rente in der Höhe von 1000 Franken.

Soweit die Ausgangslage im Lustspiel von Annelies Litscher. Da ist guter Rat teuer. Aber Veri und seiner langjährigen Haushälterin Rosa Blum (Ariane Steger) kommt der Zufall zu Hilfe: Auf ihrem Hof verstirbt gerade zur rechten Zeit ein herbeigelaufener, unbekannter Landstreicher, der ebenfalls zufällig dem Veri nicht unähnlich aussieht. Da ist der Plan schnell ausgeheckt: Veri und Rosa inszenieren die Beerdigung des Unbekannten als die Beerdigung von Veri. Und sein seit Jahren verschollener Zwillingsbruder Franz wird zum Erben – und zwar bedingungslos. Der geldgierige Paul hat dann nichts mehr zu melden.

Gedacht – getan. Marie Fuchs (Laura Meier), die Nachbarin und Jugendliebe von Veri, und deren Sohn Felix (Rouven Saladin – er führte auch die Regie) sind in die Pläne eingeweiht und unterstützen die beiden nach Kräften. Als am Tag der Beerdigung Paul Vonmoos mit Gattin Hanna (Miriam Heeb) und Tochter Alexandra (Selina Heeb) auftaucht, ist alles vorbereitet, um diesen den Aufenthalt so unangenehm wie möglich zu machen: Überall Unordnung und Dreck, die Errungenschaften der modernen Haus­- technik vom Handwerker Walter Minder (Fabio Leuener) zurückgebaut. Und Veri ist zum Hausgespenst im Stubenkasten mutiert – und Walter Minder betätigt sich erfolglos als Geisterjäger. In turbulenten Szenen gelingt es schliesslich, die lästige Familie Vonmoos, besonders die beiden Damen, zu vergrämen. Und als dann noch Veri als erbberech­tigter Zwillingsbruder Franz auftaucht, treten Vonmooses den Rückzug an. Dem Gnadenhof steht nichts mehr im Wege.

Ein Fest bis in die Morgenstunden

Im Anschluss an die mit Pau­- sen gegen dreistündige Theateraufführung spielte im Saal das Rüthner Trio Volltreffer Live. In der Kaffeestube unterhielten am Freitag die Kapelle Bergmäätle aus Herisau und am Samstag das Trio Diä Gächä aus Untereggen. Auch eine Bar durfte nicht fehlen. Und so feierte die Landjugend Kamor mit ihren Gästen noch bis weit über Mitternacht hinaus ihren Unterhaltungsabend.

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