KOBELWALD: Schulbürger danken Weichenstellern

Die Schule stelle Weichen im Leben, meinte Schulpräsident Daniel Kühnis. Auch Roman Ammann und Daniel Graber hätten Weichen gestellt. Ihre Amtszeit sei ein wichtiges Kapitel in der Geschichte der Schulgemeinde.

Max Tinner
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Die Schulbürger und davor auch die Kirchbürger fassten alle Beschlüsse einstimmig. (Bild: Max Tinner)

Die Schulbürger und davor auch die Kirchbürger fassten alle Beschlüsse einstimmig. (Bild: Max Tinner)

Max Tinner

Ein Schwerpunkt an der Primarschule Kobelwald bilden dieses Jahr Geschichten. Dabei lesen auch mal grössere Schüler den kleineren vor. Die Schulzeit sei auch ein wichtiges Kapitel in jedermanns eigener Lebensgeschichte, meinte Daniel Kühnis, der Anfang Jahr das Präsidium der Primarschulgemeinde übernommen hat.

Ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte der Primarschule Kobelwald-Hub-Hard hätten Roman Ammann und Daniel Graber geschrieben, die beide auf Ende Jahr aus dem Schulrat zurückgetreten sind. Graber sei in seiner 14-jährigen Amtszeit im Besonderen in seiner Funktion als Bauchef gefordert gewesen. Dank den Investitionen der letzten Jahre habe er, Kühnis, eine intakte Infrastruktur übernehmen dürfen, stellte der neue Schulratspräsident fest.

Seinem Vorgänger Roman Ammann dankte er im Besonderen für seinen Einsatz für den Erhalt der eigenen Schule im Berggebiet. Bis vor die Kantonsregierung habe er diese verteidigt. Dass die zurückgetretenen (und die im Rat verbliebenen bisherigen) Schulräte beste Arbeit geleistet hätten, zeige auch das Ergebnis einer Inspektion durch das Bildungsdepartement. Die Schule Kobelwald habe die Prüfung auf Einhaltung der Gesetze, Weisungen, Konzepte und Reglemente mit Bravour bestanden. Die Schulbürger dankten Roman Ammann und Daniel Graber die geleistete Arbeit mit einem herzlichen Applaus.

Rechnung und Budget wurden von den Schulbürgern einstimmig gutgeheissen.

Kobelwald auf Hallenbad in Altstätten angewiesen

Eine Lanze brach Daniel Kühnis abschliessend für das Hallenbadprojekt in Altstätten. Auch Oberriet werde zu gegebener Zeit über eine Beteiligung abzustimmen haben. Kühnis bat die Schulbürger, bei ihrem Entscheid dann zu berücksichtigen, dass das Hallenbad für Kobelwald wichtig sei. Ohne Hallenbad in Altstätten ergäben sich für den Schwimmunterricht viel weitere Wege, meinte Kühnis. Er betonte, dass es nicht zuletzt dem Schwimmunterricht an den Schulen zu verdanken sei, dass die Schweiz auch im internationalen Vergleich wenige Schwimmunfälle mit tödlichem Ausgang habe.

Eigenständig, solange sich Kirchenräte finden

Vorgängig der Schulbürgerversammlung sprachen sich die katholischen Kirchbürger an ihrer Bürgerversammlung einstimmig für Manuela Gschwend als Ersatz für Roland Jäger im Kollegienrat aus. Gschwend ist designierte Präsidentin der Katholischen Kirchgemeinde Oberriet und ist als Kollegienrätin auch in Kobelwald zu wählen, weil die beiden Dörfer für dieses Gremium gemeinsam einen Wahlkreis bilden.

Fragen hat offenbar eine Äusserung Manuela Gschwends in dieser Zeitung zum Zweckverband aufgeworfen, den die Kirchgemeinden zur Verwaltung der Seelsorgeeinheit bilden wollen. Gschwend bezeichnete dies als ersten Schritt zum Zusammenschluss der Kirchgemeinden.

Kobelwalds Kirchgemeindepräsident Daniel Feldmann sieht dies anders: Der Zweckverband habe nichts mit einer Fusion zu tun und sei auch nicht der erste Schritt dazu. Die Kirchgemeinden hätten sich nach einem Beschluss des Katholischen Kollegiums aber für die Verwaltung ihrer Seelsorgeeinheit entweder in einem Zweckverband oder in einem Gemeindeverband zu organisieren.

Der Kreisrat der Seelsorgeeinheit Blattenberg habe sich für den Zweckverband entschieden, weil sich ein solcher schlank organisieren lasse und keine zusätzliche Bürgerversammlung nötig mache. Übers Budget der Kirchgemeinden könnten die Kirchbürger gleichwohl Einfluss nehmen, erklärte Feldmann.

«Auf eine Fusion sind wir deswegen aber nicht angewiesen – jedenfalls solange wir unsere Sitze im Kirchenverwaltungsrat besetzen können», fügte er an. Dies werde die Kirchgemeinde allerdings bereits bei den nächsten Wahlen unter Beweis stellen müssen. Denn es zeichne sich ab, dass dann fast der gesamte Rat neu zu besetzen sein wird.

Der Rechnung der Kirchgemeinde für 2016 und dem Budget für 2017 stimmten die Kirchbürger einstimmig zu. Ebenfalls einstimmig wurde eine revidierte, an aktuelle Gegebenheiten angepasste Fassung der Pfarreirats statuten gutgeheissen. (mt)