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Knackeboul im Jugendtreff Stoffel

WIDNAU. Das Kinderschutzzentrum St.Gallen feiert sein zehnjähriges Bestehen mit dem Jugendnetzwerk SDM als Veranstalter – und einem ganz besonderen Gast.
Knackeboul ist einer der meistbeschäftigten Schweizer Rapper. (Bild: pd)

Knackeboul ist einer der meistbeschäftigten Schweizer Rapper. (Bild: pd)

Man sagt, er habe so viele Auftritte, dass er auch schon mal von Zürich nach Bern mit dem Heli fliegen muss. Man sagt, er spiele in ganz Europa als Vorgruppe berühmter Bands, wie Jamiroquai oder den Delinquent Habits und brauche dazu nicht viel mehr als ein Loopgerät namens Gudrun. Man sagt, er sei der begnadetste Freestyle-Rapper der Schweiz. So steht es auf der Homepage von Rapper Knackeboul.

Rap als Sprachrohr

Das sind Mythen, so steht es weiter auf der Homepage. Aber dennoch ist Knackeboul einer der meistbeschäftigten Schweizer Rapper. Wenige oder wohl keine haben zwei TV Shows, unzählige Auftritte auf kleinen sowie grossen Bühnen, als Entertainer und Rapper und als Workshopleiter in Jugendprojekten. Knackeboul arbeitet daran, den Schweizer Hip-Hop weiterzubringen und für Akzeptanz zu sorgen. Das Kinderschutzzentrum St. Gallen feiert mit diesem Anlass das zehnjährige Bestehen. Dank dessen Unterstützung ist es dem Jugendnetzwerk SDM möglich, einen Musiker wie Knackeboul für einen Workshop und ein Konzert zu engagieren.

Die Workshops sind kostenlos und das Ticket für das Konzert wird zu einem jugendgerechten Preis verkauft. Das Kinderschutzzentrum bietet seit zehn Jahren Kindern und Jugendlichen aus dem Kanton Schutz und Beratung in schwierigen Situationen. Der Kinder -und Jugendnotruf und das Schlupfhuus sind zwei seiner Angebote. So wie der Rap für einige ein Sprachrohr ist, setzen auch die Mitarbeitenden des Kinderschutzzentrums auf den Grundsatz: «Reden hilft».

Die Hip-Hop-Kultur ist in unserem Alltag allgegenwärtig. Kinder und Jugendliche orientieren sich an diesem Lebensstil, Medien berichten über Rapper und im Fernsehen laufen Hip-Hop-Videoclips. Die Gefahr von Vorurteilen gegenüber dieser Kultur ist gross. Knackeboul hat sich entschlossen, zu zeigen, wie viel kreatives Potenzial in der Szene steckt.

Das erste Album ist fertig

Und kreatives Potenzial ist auch in der Rheintaler Hip-Hop-Szene vorhanden. Die Supporting Acts D.A.R.I.O. und Vier im Baum haben ihre Wurzeln fast ausschliesslich im Rheintal. D.A.R.I.O. mit seinen 14 Jahren ist ein aufsteigender Newcomer, der auch schon mal am Lindauer Stadtfest im Vorprogramm von Big Whom spielt. Er hat gerade sein erstes Album produziert, ist im Rheintal aufgewachsen und lebt in Lindau. Als zweite Band im Vorprogramm spielen Vier im Baum.

Kreatives aus der Region

Eine Formation aus Musikern wie Carlo Lorenzi aus Widnau und Kafi-D aus St. Gallen. Ersterer ist weit über das Mittelrheintal hinaus bekannt als Jazzschlagzeuger mit den Bands The Mozzarellas, Plasmatic Food und Import Export. Seine Erfolge feiert er im In- und Ausland und als Musiklehrer, der schon etlichen jungen Musikern und Musikerinnen zu fundierten Kenntnissen verholfen hat. Kafi-D ist ein begnadeter Musiker seit seiner Jugendzeit und hat auf dem Weg zwischen analoger und elektronischer Musik schon mit zahlreichen Musikerkollegen wie der Sektion Kuchikäschtli und den Bubble Beatz gearbeitet. Stefan Heule unterstützt als Bassist die Band. Er ist in Widnau aufgewachsen und einer der Letzten, der an der Jazzschule St. Gallen sein Studium abgeschlossen hat. Ergänzt werden die drei Musiker von Bam, einem jungen Rheintaler mit starker Stimme, der immer wieder die Hip-Hop-Szene rund um das Rheintal zu überraschen vermag.

Workshop mit Knackeboul

Als wäre das Abendprogramm nicht schon einem Jubiläumsanlass würdig, finden am Nachmittag drei Workshops zur Hip-Hop-Kultur statt. Knackeboul und Carlo Lorenzi sind so nicht nur auf der Bühne zu sehen, sondern auch im Workshop zu erleben. Knackeboul zeigt im Workshop Skills Rund ums Beatboxen, Carlo L. performt Hip-Hop-Drumming mit den Teilnehmenden, und DJ E.S.I.K. führt in die Welt des DJing ein. Alle drei Workshops sind gratis. Anmeldung über Telefon 071 727 13 17, Facebook oder vor Ort um 16 Uhr im Jugendtreff Stoffel. Voraussetzungen gibt es nur für den Workshop von Carlo L. Da ist es von Vorteil, über gewisse Grundkenntnisse des Schlagzeugspielens zu verfügen. Für die beiden anderen Workshops sind keine Vorkenntnisse nötig. (pd)

Jugendtreff Stoffel, Widnau, 15. September, Türöffnung 18.45 Uhr, Konzertbeginn 19.30 Uhr; Vorverkauf und Reservation unter 071 727 13 17 oder in den Jugendtreffs Berneck, Stoffel und Diepoldsau; Workshops ab 16 Uhr bis 18 Uhr; Anmeldung per Telefon, Facebook oder vor Ort; www.face book.com/jugendnetzwerk.sdm; www.jugendnetzwerksdm.ch.

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