Kletterwand im Sprungbecken

Im Freibad Oberriet wurden an diesem Wochenende zwei neue Attraktionen in Betrieb genommen. Eine in der Region einzigartige und sieben Meter hohe Kletterwand im Sprungbecken sowie eine bewässerte Breitrutsche für alle Kinder.

Gerhard Huber
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OBERRIET. Eine wahre Mutprobe wartete am Samstag im Freibad Oberriet auf alle Jungen und Mädchen, die zu den Ersten gehören wollten, die die neue Kletterwand ausprobieren konnten. Sieben Meter ragt die futuristisch aussehende Plexiglaswand am Rande des Sprungbeckens schräg über das Wasser in die Höhe, versehen mit zahlreichen Griffen und Tritten. Auch optisch eine absolute Attraktion. Ein neues «Wahrzeichen» für die Badi Oberriet.

Ein richtig cooles Ding

Der Erste, der die Kraxelei über dem Wasser in Angriff nahm, war der dreizehnjährige Simon Schatzer aus Oberriet. «Das Ding ist richtig cool», zeigte sich der Schüler begeistert, «nicht allzu schwierig zum Erklettern, kommt auf die Route an, die man sich aussucht. Und wenn man ganz oben ist, in sieben Metern, das ist schon hoch. Aber dann kann man sich ja ins Wasser fallen lassen.»

Keine Sicherungsseile

Dass man weich fällt, wenn man fällt, ist auch der Grund, weshalb es keine Sicherungsseile braucht. Das Team um Bademeister Heinz Stampfl wird streng überwachen, dass immer nur eine Person an der Kletterwand ist, damit die Klettermaxen nicht aufeinander fallen können. Hier wurden auch die Eltern aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen. Weniger Überwachungsaufwand erfordert mit Sicherheit die zweite Neuigkeit, die in Betrieb genommen werden konnte. Eine bewässerte, gewellte Breitrutsche im Nichtschwimmerbecken sorgte für Spass und Begeisterungsschreie bei den Jüngeren und Jüngsten.

Sanierungsmassnahmen nötig

«Unsere Badi ist jetzt schon beinahe dreissig Jahre alt, und deshalb standen und stehen Renovierungen an», erläuterte Gemeindepräsident Rolf Huber, «ein Grossteil der Anlagen stammt noch aus der Anfangszeit, besonders auch die Wasseraufbereitung. Wir werden in Etappen etwa 800 000 Franken für Sanierungsmassnahmen und 500 000 für Investitionen und Attraktivitätssteigerung aufwenden. Wobei unsere Badi kein Freizeitpark werden soll, sondern ein attraktives, aber bodenständiges und einfaches Freibad bleiben soll.» Noch im Herbst werden die Plastikrutschen der mit 80 Metern noch immer längsten Wasserrutsche im Rheintal ersetzt werden, da der glasfaserverstärkte Kunststoff nach zwanzig Jahren seine Lebensdauer erreicht hat.

Zahlreiche Badegäste und sonstige Kiebitze aus Oberriet und Umgebung waren zur kleinen Eröffnungsfeier gekommen, darunter die Ratsschreiberin Michaela Zäch und die Gemeinderäte Stefan Lüchinger und Helena Kobler.

Alle Festgäste wurden vom Badi-Team unter der Leitung von Susanne Bolt beim Apéro bestens bewirtet.