Kleiner Gewinn statt grosser Verlust

AU-HEERBRUGG. Die Gemeinde Au hatte für das Jahr 2013 einen Verlust von 1,845 Mio. Franken budgetiert – und meldet nun einen Ertragsüberschuss von knapp 40 000 Franken. Der Steuerfuss soll bei 95 Prozent bleiben. Das bedeutet gegenüber dem Voranschlag eine Besserstellung von 1,885 Mio.

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AU-HEERBRUGG. Die Gemeinde Au hatte für das Jahr 2013 einen Verlust von 1,845 Mio. Franken budgetiert – und meldet nun einen Ertragsüberschuss von knapp 40 000 Franken. Der Steuerfuss soll bei 95 Prozent bleiben. Das bedeutet gegenüber dem Voranschlag eine Besserstellung von 1,885 Mio. Franken. Hauptsächlich sei dieses positive Ergebnis auf die Mehreinnahmen bei den Steuern und auf die Minderausgaben bei den Kosten der Schule zurückzuführen, teilt der Gemeinderat mit. – Das Budget für 2014 ist geprägt durch weitere Sparmassnahmen des Kantons. Dank der hohen Steuerausgleichsreserve ist es jedoch möglich, den budgetierten Ausgabenüberschuss aufzufangen und den Gemeindesteuerfuss auf 95 Prozent zu belassen.

Wachstum fordert

Die Einwohnerzahl hat um 130 auf 7181 zugenommen; 96 Wohneinheiten sind im letzten Jahr neu entstanden. Das stetige Wachstum stellt den Gemeinderat, wie dieser schreibt, aber auch die Verwaltung vor grosse Herausforderungen: «Einerseits muss die Infrastruktur (Strassen, Versorgung etc.) laufend erweitert werden, andererseits nimmt die Arbeit in allen Bereichen kontinuierlich zu.»

Der Gemeinderat hat auf die Veränderung der letzten Jahre reagiert und ist daran, die Verwaltung zu reorganisieren, damit die Arbeitsabläufe und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Abteilungen optimiert werden können. Ziel ist es, die Dienstleistungen zu professionalisieren.

Zum ersten Mal führen Primarschule und Politische Gemeinde Au die Vorversammlung und die Bürgerversammlung gemeinsam durch. Mit der Zusammenlegung der Geschäftsberichte in einem Heft konnten weitere Synergien genutzt werden.

Positives Fazit nach Fusion

Schulratspräsident Walter Portmann erinnert an einen Satz in seinem letztjährigen Amtsbericht; er lautet: «Ohne Fusion ginge es uns heute wohl schlechter.» Die Aussage beruhte auf einer Umfrage im Kanton Luzern über Vor- und Nachteile der Zusammenschlüsse bei acht Gemeinden, die seit drei bis sechs Jahren fusioniert sind.

Nach dem ersten Jahr der fusionierten Schulgemeinde Au-Heerbrugg kann laut Portmann gesagt werden: «Es geht den Schülern und den Angestellten gut.» Auch dürfe ein erstes positives Fazit gezogen werden. Die Organisation und die Kompetenzen im Bereich Schulleitungen, Schul- und Liegenschaftsverwaltung haben sich im Grundsatz als zweckmässig erwiesen.

Erste fordernde Ereignisse, wie Kopfbedeckungsverbot, Sportwoche auf der Unterstufe, um nur zwei zu nennen, seien mit Offenheit und Sachverständnis angegangen worden.

Wichtige Entscheide seien gefällt und teilweise umgesetzt worden. Erwähnt wird das Konzept der Sonderwochen (inkl. Lager und Sportwoche Unterstufe), die Vereinheitlichung der Hard- und der Software, die Entwicklung eines Kindergartenkonzepts in Heerbrugg, Sonderbeschulungen usw. Die Fusion der Primarschulen soll keine Sackgasse sein, sondern den Weg weisen zu weiteren Einmündungen oder weiterer Zusammenarbeit. (gk/sk)

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