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Klassische Musik zum Träumen

Am Mittwochabend wurde in der evangelischen Kirche in Heerbrugg ein klassischer Sonaten-Abend mit den kongenialen Künstlern Anna Danielewicz, Klavier, und Luzi Müller, Violine, zu Gehör gebracht.
Margreth Winder

HEERBRUGG. Das Gotteshaus bildete eine adäquate Kulisse für gediegenen Kunstgenuss. Auf Einladung der Rheintalischen Gesellschaft für Musik und Literatur brachten die beiden Musiker, ihres Zeichens sowohl solistisch als auch pädagogisch seit Jahren ein sicherer Wert, Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Paul Hindemith und Ludwig van Beethoven zum Vortrag.

Bündner Blut, polnische Anmut

Die beiden Musiker – die aus Polen stammende Pianistin Anna Danielewicz und der gebürtige Bündner Luzi Müller an der Violine – legten dabei beredtes Zeugnis ihres musikalischen Könnens ab. Danielewicz, seit über zwanzig Jahren als Klavierpädagogin an der Kantonsschule Heerbrugg tätig, kann dabei auf Konzerte in Polen, Deutschland, Österreich und in der Schweiz verweisen. Die anmutige Pianistin widmet sich vor allem der Kammermusik. Primarlehrer Luzi Müller wiederum schloss das Musikstudium am Konservatorium Zürich mit dem Lehrdiplom für Violine ab.

Er arbeitet seit mehreren Jahren als Dirigent, Pädagoge und Violinlehrer und darf sich «1. Kulturpreisträger der Stadt Chur» nennen.

Drei Sonaten – ein Genuss

Eröffnet wurde der gefällige Reigen durch die dreisätzige Sonate in B-Dur KV 454 – ein Spätwerk Wolfgang Amadeus Mozarts, wobei der zweite Satz als das emotionale Herzstück der Komposition bezeichnet wird und in seiner melodischen Intensität und ausdrucksstarken Tiefe als Inbegriff von Mozarts kompositorischem Schaffen gilt. Hierbei wussten sich die beiden in feinstes Tuch gehüllten Künstler in perfektem Einklang zu präsentieren.

Der Geigenvirtuose und die Tasten-Künstlerin spielten sich die Noten Spielbällen gleich zu und verliehen dem Stück ein wohlgefälliges Gepräge.

Aus Paul Hindemiths mittlerer Schaffensphase stammte die zweisätzige Sonate in E-Dur. Dabei ging es von «ruhig bewegt», versetzt mit romantischer Lyrik, bis «sehr lebhaft» weiter in ein tänzerisches Thema über.

Gänsehaut erzeugt

Und da konnte Luzi Müller mit seiner melodisch führenden Geige brillieren. Einem Zigan gleich entlockte er den Saiten Gänsehaut erzeugendes Wehklagen bis hin zu spritzig jubilierenden, tänzelnden Passagen und «duellierte» sich mit der einfühlsam, aber gleichwohl wild entschlossen agierenden Dame am schwarzen Flügel aufs Vortrefflichste. Zu diesem Musikgenuss konnte man sich zurücklehnen, die Augen schliessen und sich dazu seine eigenen Bilder schaffen.

Bei Beethovens Sonate No. 8 in G-Dur Opus 30 bildete der mittlere Satz den Höhepunkt. Hier wurde hohe polnische Schule und bündnerisches Temperament gekonnt gebündelt.

Geige und Klavier konnten einander wirkungsvoll einen Teil des Themas motivweise «zusingen». Die gebannt lauschende Zuhörerschaft honorierte die behende über Tasten und Saiten huschenden Finger-Akrobaten schliesslich mit zwei zusätzlich erklatschten Zugaben.

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