Klassiker am Kindermaskenball

HEERBRUGG. Cowboys, Prinzessinnen oder Clowns: Am gestrigen Kindermaskenball in Heerbrugg setzten viele Eltern auf Klassiker, was die Kostüme ihrer Kinder anging. Eine Verkleidungs-Hitliste der Jüngsten.

Seraina Hess
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Ohne Kindermaskenball geht nichts mehr: Nathalie Egger mit Tochter Malin (Clown) und deren Gspänli Anina Müller (Prinzessin). (Bilder: Seraina Hess)

Ohne Kindermaskenball geht nichts mehr: Nathalie Egger mit Tochter Malin (Clown) und deren Gspänli Anina Müller (Prinzessin). (Bilder: Seraina Hess)

«Der Kindermaskenball ist bei uns Pflichtprogramm. Gingen wir nicht hin, gäbe es ein riesen Trara zu Hause», sagte Mutter Nathalie Egger aus Berneck. Sie war gestern mit ihrer Tochter Malin und deren Gspänli Anina am Kindermaskenball des Familien-Treffs in der Reichenbündt-Halle. Tombola, Tanzen und Versteckis gehörten dort dazu, ein grosses Fest für Kinder jeden Alters. Egger, selbst als Fee verkleidet, hatte eine Prinzessin und einen Clown dabei. Zwei Kostüme, die gestern zuoberst auf der Beliebtheits-Liste standen.

Prinzessin oder Clown

Vermutlich reihen sich diese Verkleidungen in die Hitparade ein, weil man dafür nicht viel braucht: Als Prinzessin ist man mit einem rosa, violetten oder hellblauen Kleid gut bedient. Ein bisschen Lippenstift, Lidschatten und übermässig Rouge auf die Wangen, alles in Mutters Schminkkästchen zu finden. Was nicht fehlen darf, während der Fasnachtszeit aber sogar bei Grossverteilern zu finden ist, ist das goldene Krönchen.

Stets praktisch und schnell organisiert ist das Clown-Kostüm, auch weil es als sogenannte Unisex-Verkleidung durchgeht. Die Devise: Hauptsache bunte Kleider, grosse Schuhe und eine rote Nase. Wer es extravagant möchte, der setzt sich noch eine farbige Perücke auf den Kopf.

Cowboy oder Punk

Trotz der kürzlich gestarteten Debatte um das Cowboy-Kostüm lieben Buben diesen Helden seit jeher. Und ohne Pistole ist diese Verkleidung eben nur halb so authentisch, auch wenn man einen Cowboyhut oder einen Sheriff-Stern besitzt. Am Kindermaskenball stellte die Spielzeugwaffe aber kein Problem dar: «Gell, die Pistole einfach nicht auf Leute richten. Das macht man nicht», sagte ein Vater zu seinem Sohn.

Sah man sich die Kostüme der älteren Kinder – ab zehn Jahren – an, so war das Tenue einheitlich: Als Punk waren sie unterwegs, oder wie die meisten sagten, als «Pönker». Farbige, wild aufgestellte Haare, viel Kajal um die Augen, Amateur-Piercings und wenn möglich zerrissene Jeans, mit Sicherheitsnadeln zusammengehalten. Philippe Waser (10) und Sarah Baumberger (9) aus Heerbrugg traf man an der Kinder-Bar mit einem Drink. «Hier fühlen wir uns ein bisschen wie Erwachsene», sagte Philippe.

Dass auch die Kleinsten der Kleinen mit wenig Aufwand für die Fasnacht gerüstet sein können, zeigte Larina Morger (10 Monate). Ihre Eltern haben ihr einen Baby-Strampler angezogen, der zugleich als Schnecken-Kostüm fungiert. Vor der Sportanlage kroch sie auf dem Boden und machte ihrer Verkleidung alle Ehre.

Stehen wie Erwachsene an der Bar und trinken «Cooler»: Die beiden Punks Sarah Baumberger und Philippe Waser (v. l.).

Stehen wie Erwachsene an der Bar und trinken «Cooler»: Die beiden Punks Sarah Baumberger und Philippe Waser (v. l.).

Larina Morger aus Heerbrugg imitierte vor der Halle ihr Lieblingstier und zeigte, dass auch Babies gut und einfach verkleidet werden können.

Larina Morger aus Heerbrugg imitierte vor der Halle ihr Lieblingstier und zeigte, dass auch Babies gut und einfach verkleidet werden können.

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