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Klares Ja zum «Haus des Weins»

Die Ortsbürgerinnen und -bürger haben entschieden: Mit grossem Mehr haben sie am Freitagabend dem Kauf der Bürkischeune und dem Bau des «Hauses des Weins» zugestimmt.
Sophia Zimmerer

An der ordentlichen Bürgerversammlung im Frühjahr hatten die Bernecker dem Projektierungskredit von 170 000 Franken für ein «Haus des Weins» ihre Einwilligung gegeben. Am Freitag fand in der Mehrzweckhalle Bünt die ausserordentliche Bürgerversammlung für die Bewilligung des Baukredits statt.

Letztes Vorhaben des Gesamtprojekts

Bund und Kanton unterstützen Projekte zur regionalen Entwicklung und zur Förderung regionaler Produkte. In diesem Rahmen wurde ein Gesamtprojekt «Aufbau Agrotourismus im St. Galler Rheintal» entwickelt. Nach Teilprojekten wie «Marbacher Mosterlebnis» oder «Schlafen im Stroh» ist das «Haus des Weins» das letzte Vorhaben. Von diesem hing die gesamte Subventionierung ab. Denn nur wenn alle Teilprojekte im Rheintal umgesetzt werden, unterstützen Bund und Kanton die Gemeinden, erklärte Guido Seitz, Präsident der Ortsverwaltung.

Das «Haus des Weins» soll nicht nur den Rebbau, sondern generell die regionale Landwirtschaft fördern. Es soll ein Treffpunkt zur Präsentation und zum Verkauf regionaler bäuerlicher Produkte sein. Die Räume sollen zudem für eine vielfältige Benutzung zur Verfügung stehen.

Die Realisierung des Projekts war zunächst im Bernecker Fürstenhaus vorgesehen. Dessen Eigentümerinnen gaben 2014 jedoch ihren Verzicht bekannt.

Harte Schale – gemütlicher Kern

Die Bürkischeune kam ins Spiel: Der Gemeinderat offerierte der Ortsgemeinde die Liegenschaft zum Preis von 350 000 Franken. Nach einem Projektwettbewerb entschied sich der Ortsverwaltungsrat für die Idee des Architekturbüros Carlos Martinez. Sie sieht vor, die Bürkischeune abzureissen und durch einen Neubau mit Weinkeller, Degustationsraum, Office und Sitzungszimmer zu ersetzen. Carlos Martinez beschrieb das Gebäude mit den Worten: «Harte Schale, weicher Kern». Nach einer eher kühlen Beton-Fassade, erwartet Besucher im Innern ein heimeliges Ambiente in Holz.

Die Abstimmung fiel mit 112 Ja zu zwölf Nein zugunsten des 2,36 Mio. Franken teuren Projektes aus. Zuvor sprach sich nur ein Ortsbürger deutlich dagegen aus: Das Fürstenhaus, das nach seinen Quellen wieder zu haben sei, solle nach wie vor seine Leuchtturmfunktion behalten. Er äusserte Bedenken zum Businessplan, der vorsehe, dass der Betrieb in wenigen Jahren selbsttragend sein soll und erwarte, dass das Projekt mehr Kosten mit sich bringe. Guido Seitz erklärte, eine der Eigentümerinnen des Fürstenhauses habe ihm tatsächlich mitgeteilt, dass sie nun doch hinter dem Projekt stehe. Das sei den Berneckern aber bei der letzten Bürgerversammlung mitgeteilt worden. Ab dem dritten Jahr solle der Betrieb schwarze Zahlen schreiben.

Weitere Punkte wurden in der Diskussionsrunde aufgegriffen, die dem Vorhaben jedoch nichts anhaben konnten. Der Zeitplan sieht vor, dass das Gebäude im Frühjahr 2018 seiner Bestimmung übergeben wird.

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