Klare Niederlage gegen Ticino

Die Widnau Gators verlieren das Spitzenspiel um den Aufstieg trotz perfektem Start und hervorragender Fankulisse (385 Zuschauer) mit 3:7 gegen Ticino.

Drucken

Unihockey. Hinten dicht halten und vorne jede Chance nutzen. So hiess das Motto für das Spiel gegen die technisch versierten Tessiner. Nachdem die Gators im Hinspiel zu offensiv agierten und gleich mehrere Male in einen Konter liefen, versuchte man an diesem Abend den Erfolg aus einer kompakten Defensive heraus zu erspielen. Die Rheintaler gingen dann auch sichtlich konzentrierter ans Werk und erarbeiteten sich ein Chancenplus. Nach 11 Minuten brachte Klemens Kühnis die wiederum zahlreich erschienen Gators-Anhänger zum Jubeln. Auf Zuspiel von Richard Sieber konnte er den Ball von hinter dem Tor via Gegenspieler hinter die Linie befördern. Nur gerade eine Minute später durfte erneut gejubelt werden. Nach einem schönen Vorstoss des Trios Tanner, Papaj, Durot wurde der Ball, etwas glücklich aus der Sicht des Heimteams, von einem Tessiner Verteidiger ins eigene Tor abgelenkt. Während vorne die Tore fielen, zeigten die Gators hinten eine nahezu fehlerlose Leistung und liessen die Gäste kaum zu Chancen kommen. Kurz vor Drittelsende erhöhte Christof Spirig nach einem Vorstoss von Marco Mösli zum 3:0. Alles deutete auf einen weiteren Heimerfolg der Rheintaler. Im zweiten Spielabschnitt erhöhten die Südschweizer den Druck auf die Gators-Defensive.

Spiel kippte

Während die Paradelinie um die beiden Schweden im ersten Spielabschnitt etwas enttäuschte, fanden sie nun immer besser ins Spiel und liessen ihr Können mit schnellen Kombinationen aufblitzen. Bis zur Spielhälfte vermochten die Rheintaler um Torhüter Marugg ihren Kasten noch rein zu halten. Danach ging es Schlag auf Schlag und das Glück schien nun die Seiten gewechselt zu haben. So führten Ablenker und glückliche Abpraller zu Tor um Tor. Mit vier Toren bis zur zweiten Pause konnten die Gäste das Spiel drehen und lagen nun erstmals in Front.

Starke Schweden

Trotz des Dämpfers im zweiten Drittel glaubten die Hausherren an eine erneute Wende des Spiels und wollten so früh wie möglich das Spiel wieder ausgleichen. Sehr zum Leid der Gators starteten jedoch die Gäste besser ins Drittel und erhöhten nach nicht einmal einer Minute auf 5:3. In der Folge liessen die ballsicheren Tessiner hinten nichts mehr anbrennen und zogen durch zwei Konter spielentscheidend auf 7:3 davon. Massgeblich am Ausgang des Spiels waren die beiden Schweden in den Reihen der Tessiner verantwortlich. Mit nicht weniger als fünf Skorerpunkten sorgten sie für den kleinen, aber feinen Unterschied der beiden Teams, und so ging der Sieg für die Südschweizer auch völlig in Ordnung. Rein rechnerisch gesehen können die Gators zwar noch den zweiten Tabellenplatz erreichen, doch es ist nicht anzunehmen, dass sich die Tessiner noch kurz vor dem Ende die Butter vom Brot nehmen lassen. So können die Gators die letzten beiden Spiele ohne jeglichen Druck in Angriff nehmen. (csp)