Kirchturm erhält neuen Mantel

Die katholischen Kirchbürgerinnen und Kirchbürger möchten eine gut erhaltene und schöne Kirche. Darum wird der Kirchturm saniert und dafür eine Bausteuererhöhung bewilligt.

Janine Hürlimann
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Den katholischen Rheinecker Kirchbürgerinnen und Kirchbürgern ist ihre Kirche etwas wert. (Bild: Janine Hürlimann)

Den katholischen Rheinecker Kirchbürgerinnen und Kirchbürgern ist ihre Kirche etwas wert. (Bild: Janine Hürlimann)

RHEINECK. 43 Kirchbürgerinnen und Kirchbürger stimmten am Montagabend über die laufenden Geschäfte ab. Einstimmig angenommen wurden die Rechnung 2012 mit einem Aufwandüberschuss von 65 000 Franken sowie das Budget 2013. Zudem erzählte Kollegienratspräsident Beda Hässig über das momentane Geschehen im Kollegienrat.

«Stimmt dann auch so»

Einstimmig wurde der Sanierung der Kirchturmhülle stattgegeben. «Die Sanierung der Aussenhülle des Kirchturms ist die letzte Tranche von baulichen Massnahmen zu einem tadellosen Basiszustand der Kirchenliegenschaft», erklärte Kirchenratspräsidentin Rosmarie Lutz. Mit der Sanierung wurde auch einer Erhöhung der Bausteuer um zwei Prozent während sechs Jahren zugestimmt. Im Sommer soll dann mit den Bauarbeiten begonnen werden. «Könnte man dann nicht auch gleich die Kirche im Innern malen?», fragte eine Bürgerin. «Nur malen bringt nichts», erklärte Lutz. Hier müsste ein ganzes Konzept für die Innenrenovation in Betracht gezogen werden. Zuerst stehen jetzt allerdings die letzten Arbeiten zur Substanzerhaltung an. Auf die Frage eines Stimmberechtigten, ob während der Wandlung im Gottesdienst gekniet oder gesessen wird, antwortete die Pfarreibeauftragte Stephanie Czernotta: «Ich denke, das ist eine Einstellungssache des Einzelnen und stimmt dann auch so.»

Hohe Kosten

Einen Einblick in das Schaffen des Kollegienrates gab dann dessen Präsident Beda Hässig. «Auch der katholische Konfessionsteil des Kantons St. Gallen muss auf die Finanzen achten», erklärte Hässig. Zum einen seien die Steuererträge rückläufig, zum andern habe man sich verbudgetiert. Des Weitern übernehme die Administration immer mehr Leistungen. «Es werden aber keine Steuern nach Rom gegeben», meinte Hässig. Momentan laufe eine Petition gegen das bewilligte Projekt zur Neugestaltung des Altar- und Kuppelraums in der Kathedrale. «Ein Stop jetzt würde hohe Kosten verursachen», so der Kollegienratspräsident. Die ersten Aufträge wurden bereits vergeben.

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