Kirchenorgel ist 125 Jahre alt

Einst als kitschig belächelt, gilt die Orgel in der Kirche von Wolfhalden heute als wertvolles Kulturgut. Das Instrument wurde im November 1887 eingeweiht.

Peter Eggenberger
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Die mächtige Orgel im Chor der Kirche von Wolfhalden ist genau 125 Jahre alt. (Bild: Peter Eggenberger)

Die mächtige Orgel im Chor der Kirche von Wolfhalden ist genau 125 Jahre alt. (Bild: Peter Eggenberger)

WOLFHALDEN. Als erste Kirchen im Appenzellerland wurden diejenigen von Rehetobel und Wald bereits im frühen 18. Jahrhundert mit Orgeln ausgerüstet. Wolfhalden folgte erst rund 150 Jahre später. Zur Finanzierung des Vorhabens wurde ab 1878 ein Fonds eröffnet, der u. a. mit Gottesdienstkollekten geäufnet wurde.

Neugotischer Orgelprospekt

Die Orgel wurde von der Firma Gebrüder Klingler in Staad zum Preis von 12 000 Franken angefertigt. Den neugotischen Prospekt (Pfeifengehäuse) mit integrierter Kanzel erstellte Kunstschreiner Josef Eigenmann aus Luzern. Zum ersten Organisten wählte die Gemeinde Huldreich Graf, Lehrer im Schulhaus Hasli. Der Posten des Orgeltreters konnte mit Johannes Sonderegger im Musterplatz besetzt werden. Hinter dem Orgelwerk hielt er – mit den Füssen gleichmässig auf grosse Pedale tretend – den Blasbalg in Bewegung und ermöglichte damit das Erklingen des Instruments. Seine Dienste wurden mit der Elektrifizierung des Blasbalgs im Jahre 1910 überflüssig.

60 Jahre Organist

Um das Orgelspiel und damit das kirchliche Leben besonders verdient gemacht hat sich Emil Künzler, Mühltobel, der von 1922 bis 1982 ununterbrochen das Amt des Organisten bekleidete.

Quelle: «Gemeindegeschichte von Wolfhalden» von Ernst Züst.

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