Kinderspielplatz Hinterdorf freigegeben

Der Kinderspielplatz ist nach einer sehr langen Planungs- und Bauzeit fertiggestellt und durch die bfu abgenommen worden. Er steht nun für alle Kinder und ihre Begleitpersonen zum Spielen und Verweilen bereit.

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Vor der Freigabe des Spielplatzes erfolgte die bfu-Abnahme in Anwesenheit von Kenneth Dietsche, Projektverfasser OePlan GmbH; Peter Rodighiero, Stiftung Business House, Urs Holenstein, Bauamtschef, und Stefan Meile, bfu-Sicherheitsdelegierter, Chef Region Ostschweiz. (Bild: René Schelling)

Vor der Freigabe des Spielplatzes erfolgte die bfu-Abnahme in Anwesenheit von Kenneth Dietsche, Projektverfasser OePlan GmbH; Peter Rodighiero, Stiftung Business House, Urs Holenstein, Bauamtschef, und Stefan Meile, bfu-Sicherheitsdelegierter, Chef Region Ostschweiz. (Bild: René Schelling)

berneck. Auf Initiative der «Gruppe junger Mütter» entstand vor rund 20 Jahren dank des Entgegenkommens der evangelischen Kirchgemeinde Berneck - Au-Heerbrugg auf dem Lindenplatz ein erster Kinderspielplatz. Die Politische Gemeinde Berneck und die Ortsgemeinde Berneck leisteten nebst privaten Sponsoren namhafte Beiträge an die Anschaffung von Geräten und Einrichtungen. Durch den Verkauf und die Umnutzung des Lindenhauses wurde der Spielplatz vor vier Jahren aufgehoben.

Die heute geschützte Linde mit einem Grundstückteil von 399 m² wurde unentgeltlich auf die Politische Gemeinde Berneck übertragen.

Standort Hinterdorf

Die möglichen Standorte für einen zentral gelegenen Kinderspielplatz wurden abgeklärt und beim der Gemeinde Berneck gehörenden Grundstück hinter dem Werkbetrieb gefunden. Der Ersatz des Kinderspielplatzes verzögerte sich aus verschiedenen Gründen. Gegen das seinerzeitige Baugesuch gingen Einsprachen von Anstössern ein.

Da auch der Ersatz eines Bauamtsgebäudes mitberücksichtigt werden musste, wurde das Einspracheverfahren zurückgestellt. Durch Verhandlungen konnten damals dann einvernehmliche Lösungen gefunden werden.

Arbeitsgruppe eingesetzt

Für die Detailplanung wurde eine Arbeitsgruppe, in der eine Kindergärtnerin, eine Lehrerin und eine Vertreterin der Jungmütterrunde bzw. der Pro Juventute mitwirkte, gebildet. Für die Gestaltung wurde das Ingenieur- und Planungsbüro OePlan GmbH, Balgach, beigezogen.

Im Dezember 2009 konnte mit den Erdarbeiten begonnen werden. Die Spielgeräte wurden durch die in Berneck ansässige Stiftung Business House mit massivem einheimischem Holz ausgeführt. Infolge von Lieferengpässen von Netzen und Seilen ergaben sich weitere Verzögerungen.

bfu-Abnahme erfolgt

Am 30. September erfolgte die Abnahme des Kinderspielplatzes durch den bfu-Sicherheitsdelegierten Stefan Meile, Chef Region Ostschweiz.

Bereits vor der Bestellung der Geräte und Einrichtungen wurde die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung – unterstützend beigezogen. Bei der Begehung wurden einzelne kleinere Anpassungen durch die Stiftung Business House direkt vorgenommen. Gemäss Abnahmebericht entspricht der Kinderspielplatz den massgebenden Normen zusammen mit den Geräten und Spielplatzböden. Die Normen beinhalten Masse, Abstände, Materialien, Ausführungen und Risiken. Als letzte Arbeit ist die Umzäunung in diesen Tagen erstellt worden.

Ein Kinderspielplatz ist dadurch nicht völlig gefahrenlos. Es können sich beim Spielen – wie auch andernorts im täglichen Leben – Prellungen, Quetschungen und einfache Knochenbrüche ergeben. Hingegen wurde darauf geachtet, dass möglichst alle Gefahrenquellen beseitigt wurden. Der Spielplatz steht nun allen Kindern mit ihren Begleitpersonen zum Spielen und Verweilen zur Verfügung. Der Spielplatz steht unter dem Thema Wassermärchen. An zwei Bezugsstellen kann Trinkwasser gepumpt werden.

Was lange währt, wird endlich gut. Diese alte Weisheit trifft sicher auch auf den Kinderspielplatz Hinterdorf zu. Christian Friedrich Hebbel hat aber auch recht mit seinem Spruch: «Spielende Kinder sind lebendig gewordene Freuden.»

Der Gemeinderat freut sich darüber, wenn der Kinderspielplatz während den angeschlagenen Öffnungszeiten rege benützt wird.

Ein rechtliches Verfahren über die Zulässigkeit der durch die Gemeinde gegenüber dem ursprünglichen Projekt vorgenommenen Änderungen ist beim kantonalen Baudepartement noch in Bearbeitung. (gk)

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