Kindergarten zurückgezügelt

Der Dreifach-Kindergarten Burgwies ist fertig renoviert. Nach zehn Monaten im Schulhaus gehen die Kindergärtler nun wieder in ihren regulären Kindi. Am Freitag war Rückzüglete.

Max Tinner
Merken
Drucken
Teilen

OBERRIET. Seit Anfang Jahr waren die drei Kindergartenklassen in Schulzimmern des benachbarten Schulhauses Burgwies untergebracht. Der über 40-jährige Kindergarten musste renoviert werden. Dass für die Kindergärtler kein Pavillon aufgestellt werden musste, sei den Lehrerinnen und Lehrern zu verdanken, sagt Schulratspräsident Karl Loher. Sie hätten für die Zeit der Kindergarten-Renovation engere Platzverhältnisse akzeptiert. Das Geld für das eingesparte Provisorium wurde in den Kindergarten investiert, zum Beispiel in die Erneuerung von Kastenfronten, die man ursprünglich im alten Zustand belassen wollte.

Seit gestern gehen die Kindergärtler nun wieder in ihren «Kindi». Am Freitag war grosse Züglete. Die Schachteln und Kisten sind den Kleinen von den Viert- bis Sechstklässlern in den Kindergarten gebracht worden. Auch die Kindergärtnerinnen, Angehörige von diesen, Lehrer und Hauswarte packten mit an. Die Kindergärtler selbst genossen derweil einen freien Tag.

Dämmung aus Hanf und Wolle

Nötig geworden war die Renovation, weil das Dach stellenweise dermassen undicht war, dass es schon reingeregnet hat. Auch die Gebäudetechnik war veraltet und die Wärmedämmung ungenügend. Zehn Monate benötigte man für die Renovation, etwas länger als vorgesehen war. In dieser Zeit wurde die Betonkonstruktion saniert, das Dach erneuert, das Ganze neu gedämmt – mit Hanf und Schafwolle – und an die Holzschnitzelheizung des benachbarten Schulhauses angehängt. In den einseitig aussergewöhnlich hohen Innenraum hat man zudem eine Galerie eingebaut, der die Platzverhältnisse noch grosszügiger macht. Auf Höhe der Galerie eingebaute Dachgauben machen den Kindergarten ausserdem heller als früher.

Die Renovation kostet stolze 1,98 Mio. Franken. Ein Neubau wäre allerdings teurer gewesen und hätte nicht so gross gebaut werden dürfen wie der bestehende Kindergarten.

Arbeitsvergabe in der Gemeinde

Noch liegen nicht alle Rechnungen vor. Schulrat Hans Benz, der die Bauführung inne hatte, geht aber davon aus, dass der von den Schulbürgern im Frühling 2014 bewilligte Kostenrahmen eingehalten werden kann. Ausgeführt wurden die Arbeiten von ansässigen Unternehmen. Nur Arbeiten, für die sich in der Gemeinde kein Anbieter fand, wurden auswärts vergeben.

Wie das Geld investiert worden ist, können die Oberrieter am Samstag, 21. November, von 10.30 bis 15 Uhr während eines Tags der offenen Tür begutachten. Auch Architekt Nik Graber wird anwesend sein und gerne Auskunft geben.