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Kilbi behindert Kilbi nicht

In Marbach hat man die Kilbi um eine Woche vorverlegt, damit man mehr Fahrgeschäfte und Besucher hat. Wegen dieser Verschiebung fällt am Wochenende jene in Marbach mit der Kilbi in Diepoldsau zusammen.
Kurt Latzer

MARBACH. «Eine Kilbi ohne Bahnen ist wie ein Apfelkuchen ohne Äpfel», sagt Patrick Rohner, Marktchef von Marbach und Rebstein. Weil man im Oberrheintaler Dorf im vergangenen Jahr nur noch eine Schifflischaukel hatte und man auch schon ohne Bahn dastand, haben sich die Organisatoren Gedanken über die Zukunft der Marbacher Kilbi gemacht.

Albanifest hat Schuld

Der Grund, weshalb die Schausteller mit ihren Bahnen ausbleiben, war rasch gefunden. «Schon seit längerem ist es nicht mehr möglich, am letzten Juni-Wochenende einen Schausteller für traditionelle Kilbi-Bahnen zu finden», hiess es in der Vorschau für die Marper Kilbi fürs kommende Wochenende. Grund dafür sei das Albanifest in Winterthur. Dieses Fest werde von Marktfahrern und Schaustellern wegen seiner Grösse den Kilbis auf dem Lande vorgezogen.

Treue Kilbi-Fans

Dieses Jahr sind auf dem Marbacher Dorfplatz zwei, vielleicht auch drei Bahnen zu finden. Das Problem wäre also gelöst, fände nicht am selben Wochenende auch die Diepoldsauer Kilbi statt. Kommt man mit der Vorverlegung der Kilbi in Marbach nun den Diepoldsauern nicht in die Quere? «Ich glaube nicht», sagt Patrick Rohner, davon abgesehen «kommt es in Zukunft nur alle vier bis acht Jahre vor, dass Marbach und Diepoldsau am selben Wochenende Kilbi haben.» Wie an der Rebsteiner Kilbi locken die Organisatoren auch in Marbach mit 30 Minuten Bahnfahrten zum Nulltarif, Gratis-Zuckerwatte und dem Ausschank eines Fasses Bier. Will man so den Diepoldsauern die Kilbi-Gäste ausspannen? Rohner: «Nein, das ist nicht der Sinn der Übung. Ich glaube, die Diepoldsauer kommen deswegen nicht nach Marbach.»

Ähnlicher Ansicht ist Guido Seiz, Leiter Unterhaltsdienst in der Gemeinde Diepoldsau, der dieses Jahr fürs Organisieren der Kilbi verantwortlich ist.

Er glaubt nicht, dass wegen der Terminkollision viele Diepoldsauerinnen und Diepoldsauer nach Marbach pilgern. Seit jeher richtet sich der Kilbi-Termin auf der Rheininsel nach dem Jahrestag des Heiligen Antonius. Deshalb findet das Fest jeweils an Wochenenden zwischen dem 13. und dem 19. Juni statt. Und das Problem mit zu wenig Schaustellern oder Marktfahrern kennt man am Rhein nicht. «Die Stand- und Bahnbetreiber schätzen die Kilbi. Sie kommen gerne nach Diepoldsau, weil hier seit jeher viel los ist», sagt Seiz. Bahnen fahren kann man in Diepoldsau nicht nur am kommenden Samstag und Sonntag. «Die Bahnen, einzelne Marktstände und Vereinsbeizli sind auch am Montag vor Ort», sagt Guido Seiz. Haupttag ist in Diepoldsau wie in Marbach der Sonntag. Für die Bahnen-Fans ist die Terminkollision ein Vorteil. Denn sogar mit dem Velo braucht man von Diepoldsau nach Marbach oder umgekehrt nur etwa 20 Minuten.

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