Kilbi am Sonntag ohne Verpflegung

Nein, Schausteller Ewald Böhler aus Bludesch «darf nicht schimpfen», wie er selbst sagt: Gestern lief das Geschäft mit seinen Bahnen trotz des Wetters gut. Für den Sonntag hätte er sich allerdings gewünscht, dass eine Beiz geöffnet ist.

Gert Bruderer
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Hier läuft alles rund – was sich für die Kilbi als Ganzes nicht uneingeschränkt sagen lässt. (Bild: Max Tinner)

Hier läuft alles rund – was sich für die Kilbi als Ganzes nicht uneingeschränkt sagen lässt. (Bild: Max Tinner)

altstätten. Viel wurde schon probiert, damit die Altstätter Kilbi attraktiver wird. Aber der Idealzustand ist unerreicht. Zwar ist der «Augschtemaart» (Augustmarkt) aufgewertet, seit die Bahnen nicht mehr abgelegen auf dem Stossplatz stehen, sondern auf der Breite, nah beim Markt. In diesem Jahr jedoch hat die Stadt zu viele Bahnen angekündigt (siehe Kasten), und am Sonntag, als nachmittags die Bahnen liefen, gab es hier weder etwas zu essen noch etwas zu trinken. Keine Imbissbude war aufgestellt, keine nahe Beiz hatte geöffnet.

Immerhin: Auch mit den Besucherzahlen vom Samstag und Sonntag wäre Schausteller Ewald Böhler zufrieden, hätte es nicht immer wieder geregnet. Trotz des wechselhaften Wetters und andernorts stattfindender Veranstaltungen (z B. Schwinger-Anlass in Lüchingen, St. Galler Fest) lief es ziemlich gut. Das lässt darauf schliessen, dass deutlich mehr möglich wäre, bestünde ein ergänzendes Angebot.

Überhaupt könnte man sich fragen, ob nicht ein eigentliches Kilbi-Konzept sinnvoll wäre, wie Ewald Böhler dies zur Diskussion stellt. Die Idee meint einen deutlichen Ausbau des Altstätter Kilbi-Wochenendes unter Einbezug der Vereine: Warum nicht auf einige kleinere Anlässe an anderen Wochenende verzichten und diese in geeigneter Form ins Kilbi-Wochenende integrieren? Für die Stadtbevölkerung hätte dies den Vorteil, dass die Lärmimmissionen konzentriert wären und die Zahl der «ruhigen» Wochenende erhöht würde.

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