Keltischer Funke zündete

HEERBRUGG. Der galicische Star Carlos Núñez eröffnete die zehnten Schlosskonzerte mit einem Top-Act. Er und seine Musikkollegen rissen das Publikum von den Sesseln; alle klatschten und stampften.

Maya Seiler
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Carlos Núñez mit der Gaita, dem galicischen Dudelsack (Mitte), Pancho Alvarez, Xurxo Núñez und Jon Pilatzke (hinten v. l.) rissen das Publikum mit. (Bild: Maya Seiler)

Carlos Núñez mit der Gaita, dem galicischen Dudelsack (Mitte), Pancho Alvarez, Xurxo Núñez und Jon Pilatzke (hinten v. l.) rissen das Publikum mit. (Bild: Maya Seiler)

Aldo Zäch blickte mit Genugtuung auf zehn erfolgreiche Jahre zurück. Die Schlosskonzerte gehören unverzichtbar zum kulturellen Leben. Auch Martin Pozivil in seiner gewohnt witzigen Begrüssung nahm den August als Festival-Monat zum Motto und spannte den Bogen von Bayreuth über Aix en Provence bis nach Heerbrugg. Dann kam Superstar Carlos Núñez, direkt vom keltischen Festival in Lorient, wo er mit Zwölf seine unglaubliche Karriere angefangen hatte. Seine Liebe gehört der Gaita, dem galicischen Dudelsack, am Konservatorium studierte er Blockflöte und Barockmusik.

Ob vor Hunderten von Zuschauern oder 120, wie in der Schlossremise, seine Auftritte begeistern vom ersten Takt weg. Auch die Rheintaler konnten sich der Magie seiner Musik nicht entziehen. Die Begeisterung war einstimmig; ein Paar war sogar aus Wien angereist, um den charismatischen Star zu erleben. Núñez wurde von seinem Bruder Xurxo (Percussion, Bodhràn, Keyboard), Pancho Alvarez (Gitarre), Jon Pilatzke (Geige, Steptanz) und Allen Grace (Dudelsack) unterstützt. Sie verbanden mit Virtuosität und Einfühlungsvermögen die verschiedensten musikalischen Stilrichtungen und begeisterten mit irischen Klängen aus Kanada, dem Bolero von Ravel, gespielt auf der Gaita, oder einem keltisch-mexikanischen Medley.