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Keine heissen Füdli mehr in der Kirche

In der katholischen Kirche ist die Heizung nicht regulierbar. Man kann sie nur ein- und ausschalten. In der Folge haben die Kirchgänger entweder zu heiss oder sie frieren. Jetzt wird eine Steuerung eingebaut. Teurer – viel teurer – wird allerdings die Pfarrhaus-Renovation.
Max Tinner
62 Kirchbürger kamen an die Kirchbürgerversammlung. Zu Rechnung und Budget sagten sie einstimmig Ja. (Bild: Max Tinner)

62 Kirchbürger kamen an die Kirchbürgerversammlung. Zu Rechnung und Budget sagten sie einstimmig Ja. (Bild: Max Tinner)

BALGACH. Wer an den Gottesdiensten in der katholischen Kirche teilnimmt, wird sich bald über ein angenehmeres Klima freuen dürfen. Die Kirchbürgerversammlung hat am Donnerstagabend mit dem Budget auch dem Einbau einer Heizungssteuerung zugestimmt.

«Bisher hat man entweder gefroren oder sich <'s Füdli> verbrennt», pflichtete ein Kirchbürger dem Liegenschaftsverwalter Moritz Schmid zu. Das lag daran, dass man bislang die Heizung nicht regulieren konnte. Man konnte sie entweder einschalten oder ausgeschaltet lassen. Die Steuerung werde nun sogar ermöglichen, auch nur Teilbereiche zu beheizen, etwa die Empore, wenn der Kirchenchor dort probe, erklärte Schmid. Damit werde die Heizung auch sparsamer. Gleichzeitig mit der Heizungssteuerung wird man auch neue, moderne Beleuchtungskörper in der Kirche einbauen.

Fünf Tage ohne Kirchengeläut

Diese Arbeiten klingen zwar nicht nach viel, sind aber aufwendiger als man vielleicht denkt. Die Vormontage wird etwa zehn Wochen dauern. Die Hauptarbeiten sind in der Woche vom 30. Mai bis 3. Juni vorgesehen. Während dieser fünf Tage wird man den Strom abstellen – was auch zur Folge hat, dass an diesen Tagen die Kirchenglocken nicht läuten. Diese technische Aufrüstung der Kirche kostet 125 000 Franken. Finanziert wird sie mit bestehenden Bau- und Renovationsreserven.

Teuer – viel teurer – wird die Renovation des Pfarrhauses. Details konnten an der Kirchbürgerversammlung noch keine bekannt gegeben werden. Der frühere Kirchenverwaltungsrat hatte wegen der zu Ende gehenden Amtsperiode das Geschäft zurückgestellt, um dem neuen, im letzten Herbst gewählten Rat nicht vorzugreifen. Eine erste Kostenschätzung beläuft sich nun auf 1,4 Mio. Franken. Das ist dem Kirchenverwaltungsrat aber zu teuer. «Wir haben zwar etwas Geld auf der Seite – wir wollen es aber auch nicht grad zum Fenster hinauswerfen», meinte Präsidentin Brigitte Wicki.

Kein Verkauf wegen zu viel Geld

Die Kirchenverwaltungsratspräsidentin versicherte, dass man noch eine günstigere Lösung finden werde. Wie viel günstiger, hängt nicht zuletzt davon ab, wie das Pfarrhaus künftig genutzt werden soll. Eine Vermietung ist ebenso denkbar wie die Nutzung als Verwaltungsgebäude mit Sekretariat und Räumen für die Diakonie. «Uns fehlen heute Büros», betonte Brigitte Wicki. Ausgeschlossen sei lediglich ein Verkauf: Weil die Kirchgemeinde zu vermögend sei, dürfe das Pfarrhaus laut einer Weisung des Bistums nicht verkauft werden.

Zweite Versammlung im Mai

Beim Entscheid über die künftige Nutzung des Pfarrhauses zu berücksichtigen ist auch, wie das Pfarreiheim Frongarten am besten für die künftigen Bedürfnisse gerüstet werden kann. Hier ist ein Umbau ebenso denkbar wie ein Neubau – allerdings mit der Einschränkung, dass die Wiese beim Pfarreiheim wegen einer Grunddienstbarkeit nicht überbaut werden darf. Entscheiden will der Kirchenverwaltungsrat an seiner Sitzung vom 21. April. Voraussichtlich im Mai werden dann die Kirchbürger an einer ausserordentlichen Kirchbürgerversammlung über das weitere Vorgehen informiert.

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