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Keine Furcht vor der Fruchtfolge

Garten
Eveline Dudda
Die gute alte Fruchtfolge ist wegen der Mischkultur oftmals in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht! (Bild: Eveline Dudda)

Die gute alte Fruchtfolge ist wegen der Mischkultur oftmals in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht! (Bild: Eveline Dudda)

In den Anfängen des Ackerbaus machten es sich die Menschen leicht: Sie nahmen einfach ein neues Stück Land unter den Pflug, wenn es Probleme gab. Später entwickelten sie Fruchtfolgen mit Brachen, in denen Unkräuter den Boden reaktivierten. Mit dem Sieges­-zug der Agrochemie geriet die Fruchtfolge in den Hintergrund. Man konnte nun ja Schädlinge und Krankheiten mit Chemie bekämpfen.

Dem Biogarten erging es ähnlich. Da wurde die Fruchtfolge in den letzten Jahren von der Mischkultur ausgehebelt. Während Pionierinnen wie Gertrud Franck oder die Gartenbauschule Hünibach Mischkulturen immer auch unter dem Aspekt der Fruchtfolge anlegten, glauben heute viele Gärtnerinnen und Gärtner, es reiche aus, einfach eine andere Pflanzenart danebenzusetzen. Statt auf einem Beet drei Reihen Kabisgewächse und auf drei Beeten keine, wird nun in drei Beeten je eine Reihe Kabis (bevorzugt in Beetmitte) und im vierten Kohlrabi und Radiesli angebaut. Die Kreuzblüt­-ler sind damit omnipräsent. In Hochbeeten wird das Problem oft auf käufliche Art gelöst, indem man die Erde einfach entsorgt, sobald es nicht mehr gut wächst. In Gartenbeeten hat man diese Möglichkeit kaum.

Dabei ist es gar nicht so schwer, eine Fruchtfolge zu planen. Fruchtfolge bedeutet ja nur, dass Nutzpflanzen aus derselben Pflanzenfamilie erst nach mehreren Jahren wieder auf derselben Fläche stehen. Das allein reicht zwar nicht aus, um sämtliche Schädlinge und Krankheiten zu verhindern. Den Nacktschnecken ist es egal, ob sie Salat oder Bohnen zum Frühstück haben. Und die Rüeblifliege befällt das Rüebli auch dann noch, wenn es drei Meter weiter auf einem anderen Beet steht.

Dennoch ist eine Fruchtfolge die wichtigste Massnahme zur Verhinderung von Krankheiten wie Kohlhernie bei Kreuzblut­lern, Nematoden bei Kartoffeln und Knoblauch oder der Mehlkrankheit Sclerotium bei Zwiebelgewachsen. Allgemein werden Pflanzen bei einer engen Fruchtfolge anfälliger, labiler. Es lohnt sich deshalb, bei der Gartenplanung die Fruchtfolge im Auge zu haben. Es braucht dazu nur ein wenig Denkarbeit.

Eveline Dudda

Hinterforst www.

spriessbuerger.ch

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