Keine Erhöhung im Sommer

HEERBRUGG. Die rhenusana musste 2009 einen Rückschlag von 460 000 Franken hinnehmen. Per 1. Januar 2010 konnte die rhenusana einen Nettozuwachs bei den Mitgliedern von 4,1 Prozent verzeichnen.

Susi Miara
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Geschäftsführer Josef Hutter (links) und der Präsident des Vorstandes Christof Steger sind mit der Entwicklung der rhenusana zufrieden. (Bild: Susi Miara)

Geschäftsführer Josef Hutter (links) und der Präsident des Vorstandes Christof Steger sind mit der Entwicklung der rhenusana zufrieden. (Bild: Susi Miara)

 Die hohe Kostensteigerung bei den Versicherungsleistungen und tiefere Prämienerträge haben das Versicherungsergebnis stark belastet. Trotzdem ist rhenusana aufgrund des erfreulichen Mitgliederzuwachses zuversichtlich. Seit 2007 finanzieren die Krankenversicherer die laufenden Mehrkosten gemäss bundesrätlicher Weisung aus den in den Vorjahren gebildeten Reserven.

Insbesondere die überdurchschnittliche Kostensteigerung der ambulanten und stationären Spitalkosten sowie die Leistungen aus der Taggeldversicherung führten zu einem erheblichen Kostenwachstum der Versicherungsleistungen.

Die Versicherungsprämien blieben, weil Versicherte noch vermehrt als in den Vorjahren auf günstigere Versicherungsmodelle umgestiegen sind, mit 32,9 Mio. Franken auf dem Vorjahresniveau stehen, während die Ausgaben für die Leistungen angestiegen sind.

Dies ist mit ein Grund, weshalb ein Verlust von 458 700 Franken resultiert. Ein weiterer Grund für das ausgewiesene Geschäftsergebnis ist, dass bei der rhenusana die Philosophie Sicherheit vor Rendite immer noch gelebt wird. So liegen die Reserven der rhenusana nach wie vor über der für kleinere Krankenkassen vorgeschriebenen Quote von 20 Prozent, nämlich bei 20,8 Prozent.

Hausarztsysteme im Trend

Obwohl die Leistungen jährlich leicht steigen, nehmen die Prämieneinnahmen ab. Grund dafür sind die gewählten Franchisen. Immer mehr Versicherungsnehmer entscheiden sich für eine höhere Franchise, um damit Prämien einzusparen. 4200 Versicherte (ein Jahr vorher 3200 Versicherte) entschieden sich für das Hausarztsystem. Zu Beginn des Jahres wurde zudem das neue Produkt sanmed24 eingeführt und bereits erfolgreich verkauft. Mit sanmed24 erhalten die Versicherten eine neue Möglichkeit, 7 Prozent der Prämien zu sparen.

Alle sanmed24, sowie auch andere Versicherten können das telemedizinische Beratungszentrum von Medgate an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr für medizinische Auskünfte in Anspruch nehmen.

Attraktive Prämien

Trotz der schwierigen Ertragslage konnten die Prämien auch für das Jahr 2010 weiterhin attraktiv gestaltet und der befürchtete Prämienanstieg von mehr als 11 Prozent per 1. Januar 2010 bei rhenusana vermieden werden.

Die rhenusana muss zudem die Prämien nicht – wie teilweise andere Krankenversicherer – per 1. Juli nochmals erhöhen. Wie Geschäftsführer Josef Hutter erklärte, sei die nächste Anpassung per 1. Januar 2011 geplant.

Neue Mitglieder

Erfreulich für die rhenusana war vor allem der gute Versichertenzuwachs im St. Galler Rheintal von über 700 Neumitgliedern in der Einzelversicherung, was einem Plus von etwas mehr 8 Prozent im Rheintal entspricht. Der gesamte Mitgliederbestand konnte um 400 Neumitglieder erweitert werden.

Per 1. Januar waren 9297 Personen bei der rhenusana versichert, davon allein 6800 aus dem Kanton St. Gallen. Die Kollektiv-Verträge konnten auf dem Niveau von 580 Firmen erhalten bleiben.

Kundenorientiert

«rhenusana hat im vergangenen Geschäftsjahr ihren Weg in Richtung Kundenorientierung mit grosser Anstrengung weiter verfolgt», erklärt Präsident Christof Steger.

So sei die Kundenbetreuung organisatorisch angepasst, räumlich neu strukturiert und personell weiter ausgebaut worden. «Mit Thomas Albrecher konnte erstmals in der Geschichte der rhenusana ein Aussendienstmitarbeiter eingestellt werden», ergänzt Josef Hutter. Er werde ausserdem von Andy Berger, Leiter Privatkunden, und Jürg Strässle, Leiter Firmenkunden,unterstützt.

rhenusana versucht als kleiner Teilnehmer auf dem Gesundheitsmarkt ihren eigenen Weg zu gehen. «Wir wollen nicht mit unangenehmen Telefonmarketingmethoden, mit der Risikoselektion von Billigkrankenkassen, dem Beizug externer, nicht mit der rhenusana vertrauter Call-Center oder anderen Massnahmen, die mit dem Beratungs- und Betreuungsverständnis von rhenusana nicht vereinbar sind, auffallen», sagt Christof Steger.