Kein Rabatt für Fischereivereine

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Kantonsrat Im Juni hat Felix Bischofberger (CVP Altenrhein) zusammen mit Karl Brändle (CVP, Bütschwil) und Bruno Cozzio (CVP, Uzwil) in einer Interpellation eine finanzielle Entlastung der Fischereivereine gefordert. Angesichts deutlich zurückgegangener Fangzahlen und des Aufwands, den die Fischer für die Unratbeseitigung entlang der Gewässer und für die Arterhaltung betreiben, seien die Pachtzinsen für die Fischgewässer zu hoch, wurde argumentiert.

Eine solche Pachtzinsreduktion wird es nun nicht geben. Die Regierung anerkennt in ihrer Antwort auf die Interpellation zwar die bedeutenden Leistungen der Fischereivereine nicht zuletzt für den Lebensraumschutz und die Gewässeraufsicht. Sie ist sich auch der teils mas­- siv rückläufigen Fangzahlen bewusst. Mit der Vergabe des Fischereirechts würden aber keine Fanggarantien abgegeben. Der Pachtzins sei vielmehr als Entschädigung für die Nutzung des Fischereirechts zu verstehen. Einen Spielraum für eine Entlastung der Fischereivereine sieht die Regierung nicht. Auch weil die Verpachtung der Pachtgewässer per Anfang dieses Jahres auf acht Jahre hinaus erfolgt sei.

Die Interpellanten zeigten sich am Dienstag in der Session enttäuscht. «Mehr Wertschätzung für die Arbeit der Fischer wäre angebracht», meinte Karl Brändle. Und die Fangerträge sollten seiner Ansicht nach eben schon für die Pachtzinsbemessung berücksichtigt werden. Früher sei das auch schon so gehandhabt worden. (mt)