Kein Mehrverkehr für Schmitter

Die Vorarlberger Autobahn A 14 soll an der Schweizerstrasse (L45) einen neuen Anschluss bekommen. Mit verschiedenen Massnahmen will man verhindern, dass von dort aus mehr Verkehr nach Diepoldsau fliesst.

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Etwa einen Kilometer entfernt vom Kreisel nach dem Zollamt Schmitter soll der neue Autobahnanschluss Rheintal Mitte entstehen (auf der Wiese links im Bild). Für dessen Bau muss die Ortsgemeinde Schmitter etwas Boden abtreten. Mit speziellen Verkehrslenkungsmassnahmen soll Mehrverkehr vom neuen Knoten in Richtung Schmitter verhindert werden. (Bild: Kurt Latzer)

Etwa einen Kilometer entfernt vom Kreisel nach dem Zollamt Schmitter soll der neue Autobahnanschluss Rheintal Mitte entstehen (auf der Wiese links im Bild). Für dessen Bau muss die Ortsgemeinde Schmitter etwas Boden abtreten. Mit speziellen Verkehrslenkungsmassnahmen soll Mehrverkehr vom neuen Knoten in Richtung Schmitter verhindert werden. (Bild: Kurt Latzer)

DIEPOLDSAU. Wegen des Vorarlberger Autobahnanschlusses Rheintal Mitte stehen die Vertreter der Ortsgemeinde Schmitter und der Politischen Gemeinde Diepoldsau mit den Verkehrsplanern der Autobahn-Finanzierungsgesellschaft (Asfinag) sowie der Strassenbauabteilung des Landes Vorarlberg und den betroffenen Städten Dornbirn, Lustenau und Hohenems schon seit längerem in regelmässigem Dialog. «Die Vertreter aus Diepoldsau haben sich immer aktiv in die Diskussion eingebracht und eigene Vorstellungen und Vorschläge entwickelt», heisst es in der Mitteilung des Diepoldsauer Gemeinderates.

Ausfahrt mit Verkehrsführung

Dies hat dazu geführt, dass gemeinsam ein Vorprojekt erarbeitet werden konnte, das einerseits die von den Betreibern des Anschlusses Rheintal Mitte angestrebte Verkehrsentlastung der Gewerbegebiete von Dornbirn und Hohenems sowie der Anschlussstelle Dornbirn-Süd bringt, andererseits aber auch negative Verkehrsauswirkungen auf Schmitter verhindert.

Die heute mit Priorität weiterverfolgte, sogenannte «Schweizer Variante» der Anschlussstelle Rheintal Mitte sieht eine Anschlussstelle mit eingeschränkten Abzweigern vor. Konkret sollen durch bauliche und verkehrsleitende Massnahmen die Verbindungen Schmitter–Bregenz und Bregenz–Schmitter unterbunden werden. Beim Knoten West wird die Ausfahrt mit einem Einmündungswinkel versehen, der das Linksabbiegen in die L45 in Richtung Schweiz verhindert. Beim Knoten Ost wird der westliche Knotenrand so gestaltet, dass eine Auffahrt auf die Rampe Richtung Bregenz von Westen her, also auch aus der Schweiz, verhindert wird. Unterstützend sind Abbiegeverbote mit entsprechenden Signalisierungen vorgesehen.

Kein Nachteil für Schmitter

Eine ressourcenschonende Planung gehört zu den obersten Planungszielen und wird von der Politischen Gemeinde Diepoldsau und der Ortsgemeinde Schmitter unterstützt. Dies schliesst eine flächensparende Ausgestaltung der Anschlussstelle mit ein.

Die «Schweizer Variante» befindet sich nun als Vorprojekt in der Prüfung beim Verkehrsministerium in Wien.

«Wird sie positiv beurteilt, ist dies ein grosser Erfolg bei der <Abwehr> zusätzlicher Verkehrsbelastungen für Diepoldsau und insbesondere für den Ortsteil Schmitter», heisst es in der Mitteilung. (gk/kla)