Kein Grund zur Beunruhigung

Von der «Hand-Fuss-Mundkrankheit» werden vor allem Kinder befallen. Sie ist schmerzhaft und sehr ansteckend. Im Rheintal verbreitet sie sich aktuell stark. Doch bestehe kein Grund zur Panik, beruhigen die Kinderärzte.

René Schneider
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WIDNAU/ALTSTÄTTEN. Kleine Blasen und rote Flecken um den Mund, im Mund, an Händen und Füssen (siehe Kasten). Das Krankheitsbild der «Hand-Fuss-Mundkrankheit» tritt seit einigen Wochen gehäuft auf in unserer Region. Das bestätigen die Kinderärzte Tobias Altwegg in Widnau und Philipp Jenny in Altstätten. Sie wird auch in anderen Regionen der Schweiz gehäuft festgestellt. Weil die Viruskrankheit nicht zu den «meldepflichtigen Krankheiten» gehört (die von den Ärzten dem Kantonsarzt und dem Bundesamt für Gesundheit gemeldet werden müssen), gibt es keine konkreten Zahlen. Aus «epidemischer Sicht» sei die vom Volksmund fälschlicherweise auch «Maul- und Klauenseuche» genannte Kinderkrankheit nicht bedrohlich. (Maul- und Klauenseuche heisst eine gefährliche Rinder- und Schweinekrankheit.) Die vor allem in Asien stark auftretende Viruskrankheit ist in Europa erst seit einigen Jahrzehnten verbreitet und tritt ähnlich einer Grippe immer wieder und in Wellen auf. Tobias Altwegg spricht nicht von einer Epidemie. In der Gruppenpraxis in Widnau würden «im Moment und seit etwa vier Wochen etwas mehr» Patienten mit dieser Krankheit behandelt. Wie viele es sind, werde nicht gezählt. «Über zehn, aber unter hundert», schätzt Altwegg. «Es besteht kein Grund zur Beunruhigung und kein Grund zum Schulausschluss.»

Als «eigentlich sehr harmlos» bezeichnet Kinderarzt Philipp Jenny in Altstätten die Viruskrankheit.

Sie werde von einer Reihe verschiedener Viren ausgelöst, aber gemäss seiner Beobachtung sei das im Moment in unserer Region umgehende Virus eines der harmlosen. Unangenehm im Krankheitsbild seien allerdings die «grüüsigen Blöterli». Man könne sie behandeln wie bei Windpocken. Fallzahlen könne er keine nennen. «Ich bekomme die wenigsten Erkrankten zu sehen. Die allermeisten von ihnen kommen nach einer beratenden Telefon-Auskunft durch die Praxisassistentinnen nicht in Jennys Sprechstunde.

Der Kinderarzt und seine Praxisassistentinnen raten bei Anfragen: Abwarten und Tee trinken sowie allenfalls schmerzlindernde und desinfizierende Medikamente einsetzen. Erkrankte können wenigstens darauf hoffen, zukünftig immun zu sein gegen dieses Virus.