Kein generelles Stacheldrahtverbot

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Kantonsrat Die Regierung ist gegen weitere Vorschriften zum Aufstellen und wieder Abbrechen von Weidezäunen oder ein generelles Stacheldrahtverbot (ver­boten ist Stacheldraht einzig um Gehege für Lamas, Alpakas und Pferde). Die geltenden Rechtsgrundlagen würden genügen. Dies schreibt die Regierung in ihrer Antwort auf einen Vorstoss des Kriessner SVP-Kantonsrats Marcel Dietsche.

Im Juni hatte Dietsche eine Interpellation im Interesse der ­Jäger eingereicht. Es ging darin um die vielen Tiere, die sich in Zäunen verfangen und sich dabei verletzen oder in der Folge sogar verenden. Zwar gebe es viele Bestimmungen, die dies verhindern sollten, schrieb Dietsche. Die Zuständigkeiten seien aber unklar, weshalb sich letztlich niemand verantwortlich fühle. Dietsche hoffte auf Massnahmen für einen besseren Vollzug bestehender Bestimmungen. Ausserdem verlangte er eine Stellungnahme zu einem Stacheldrahtverbot und zur Abräumpflicht für mobile Weidenetze. Beides sind Forderungen der Jäger.

Informationskampagne geplant

Nach Ansicht der Regierung liessen sich viele Konflikte mit Wildtieren durch einen guten Unterhalt, ein korrektes Aufstellen und Abräumen sowie durch das Markieren und Verblenden von Zäunen und Weidenetzen verhindern. Diesbezüglich sei geplant, mit den zuständigen Ämtern und betroffenen Verbänden eine Informations- und Sensibilisierungskampagne durchzuführen.

Diese Kampagne wird von Marcel Dietsche begrüsst. Im ­Übrigen zeigte er sich aber enttäuscht von der Antwort der Regierung. Er ist der Ansicht, sie sei mehrheitlich ausweichend auf seine Fragen eingegangen. (mt)