Kein Freund fürs Leben

Ich lehne Hunde ab. Kategorisch. Der einzige Hund, den ich mag, ist der Hot Dog (und vielleicht noch die Hund-erternote). Alle anderen sabbernden, kläffenden und jaulenden Vierbeiner können mir gestohlen bleiben.

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Ich lehne Hunde ab. Kategorisch. Der einzige Hund, den ich mag, ist der Hot Dog (und vielleicht noch die Hund-erternote). Alle anderen sabbernden, kläffenden und jaulenden Vierbeiner können mir gestohlen bleiben.

Natürlich darf man nicht alle Hunde in einen Topf werfen (das ist nicht wörtlich gemeint – wem's schmeckt ...). Am wenigsten schlimm sind mittelgrosse Exemplare mit hängenden Ohren und Zungen. Auch wenn sie oft dümmlich wirken, sind sie doch meist harmlos und lecken am liebsten Hände.

Das ist eklig, aber erträglich. Mühsam hingegen sind diese meerschweinchengrossen Kläffer mit den unheimlichen Knopfaugen; zitternd und schaumend starren sie mich an, alles an ihnen schreit: «Tritt mich!» (Doch das tue ich natürlich nie.)

Etwas anders verhält es sich mit grossen Hunden. Doggen oder Schäfer, diese tierischen Alternativen zum Offroad-Auto, machen mir Angst.

Wenn eines dieser riesigen Monster mit glühenden Augen und Schaum vor dem Mund auf mich zu rennt, erstarre ich. Da hilft es auch nicht, wenn das Frauchen hinter ihrem besten Freund her keucht und ruft: «Er will nur spielen!» Ich aber nicht.

Wer im Gespräch mit Freunden gesteht, Hunde nicht zu mögen, trifft meist auf Unverständnis. Die gleichen Menschen, die kleine Kinder doof und nervig und überflüssig finden, werfen dem Hundehasser Ignoranz vor.

Und wer jetzt denkt, der Schreibende habe ja keine Ahnung: ich habe über zehn Jahre Haus und Herd mit einem Labrador geteilt. Aber unsere Cora war auch kein Hund: von Welpenbeinen an war sie eine gutmütige alte Tante – einfach mit vier statt zwei Beinen.