Zuerst Türkei, dann Kroatien, jetzt Italien: Wie eine Familie aus St.Margrethen wegen Corona mehrmals ihre Ferienpläne ändern musste

Ursprünglich wollte Familie Obrist Strandferien in der Türkei machen, gelandet ist sie nun in Süditalien.

Benjamin Schmid
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Trotz Coronapandemie verbringt Familie Obrist aus St.Margrethen ihre Ferien wie im letzten Jahr in Süditalien.

Trotz Coronapandemie verbringt Familie Obrist aus St.Margrethen ihre Ferien wie im letzten Jahr in Süditalien.

Bild: pd

Aussergewöhnliche Zeiten erfordern spezielle Massnahmen. So plante Familie Obrist zuerst, ihre Sommerferien an der türkischen Riviera zu verbringen. Ein paar schöne Tage am Meer wollte sie erleben, entspannen und Sonne tanken. Doch die Coronapandemie machte ihre Pläne zunichte. «Wegen der Pandemie verzichten wir aufs Fliegen sowie grösstenteils aufs Benutzen des öffentlichen Verkehrs», sagt Jacki Obrist.

«Es war ein Hin und Her. Fast wöchentlich änderten sich die Bedingungen.» Nachdem die Türkei nicht mehr in Frage kam, sprach sich die Familie für Ferien in Kroatien aus. Doch die Entwicklungen in den letzten Wochen zwangen sie erneut, ihre Reisepläne zu überdenken. «Die Ungewissheit war nervtötend», sagt die 46-jährige Mutter, «umso glücklicher sind wir nun, mit Italien den richtigen Ferienort gewählt zu haben.»

Maskenpflicht und Fieber messen

Ihren Strandurlaub verbringt die Familie nun in Ostuni, auch die weisse Stadt Apuliens genannt. Sie ist die Heimatstadt von Jackis Lebenspartner Gianfranco Santoro.

Nebst den Rheintalern seien aber aktuell nicht viele Ausländer zu sehen. «Es hat praktisch keine Touristen», sagt die St.Margretherin. Und: «Die Stimmung ist schon bedrückter als sonst.» Die Piazza sei gegenüber anderen Jahren wie leergefegt. In Einkaufszentren und Vergnügungsparks gilt Maskenpflicht, und einzelne Strände sind geschlossen. Trotzdem sei der Campingplatz direkt am Meer gut besucht – nicht von ausländischen, sondern einheimischen Touristen.

Bei vielen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen seien die Warteschlangen kürzer als auch schon, dafür herrscht Maskenpflicht. In den Aquaparks wird am Eingang die Temperatur gemessen.

«Vor einer Ansteckung muss man sich immer fürchten», sagt die Mutter, «erst recht, wenn man Risikopatient ist.» Daher halten sie die regionalen Schutzmassnahmen ein, betreten geschlossene Räume nur mit Masken, desinfizieren sich regelmässig ihre Hände und vermeiden grosse Menschenansammlungen. «Doch gerade wegen der speziellen Umstände geniessen wir den Urlaub und freuen uns auf unbeschwerte Tage», sagt Jacki Obrist.