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Karriere als Profi nochmals lancieren

FUSSBALL. Am Pokalturnier in Rebstein hat beim FC Rüthi mit Gabriel Lüchinger ein Mann gespielt, von dem man in Zukunft vielleicht noch einiges hören wird. Die Nummer elf des FC Rüthi ist positiv aufgefallen und es gilt sie im Auge zu behalten.
Mäx Hasler
Gabriel Lüchinger zeigte als offensiver Mittelfeldspieler seine Spielübersicht und Torgefährlichkeit, die ihm seine Ausbildung auf höchstem nationalem Niveau und seine Jahre als Profi einbrachten. (Bild: Yves Solenthaler)

Gabriel Lüchinger zeigte als offensiver Mittelfeldspieler seine Spielübersicht und Torgefährlichkeit, die ihm seine Ausbildung auf höchstem nationalem Niveau und seine Jahre als Profi einbrachten. (Bild: Yves Solenthaler)

FUSSBALL. Am Pokalturnier in Rebstein hat beim FC Rüthi mit Gabriel Lüchinger ein Mann gespielt, von dem man in Zukunft vielleicht noch einiges hören wird. Die Nummer elf des FC Rüthi ist positiv aufgefallen und es gilt sie im Auge zu behalten. Der Mann mit der doppelten Eins auf dem Rücken ist Gabriel Lüchinger, wohnhaft im Oberrieter Ortsteil Eichenwies. Er ist der Bruder von Rüthis Nummer zehn, Jérôme Lüchinger. Im Gegensatz zu dieser Nummer zehn, die genauso gerne trommelt wie Fussball spielt und die sich bei Rüthi sichtlich wohl fühlt, setzt die Nummer elf voll auf Fussball.

Nachwuchs von GC durchlaufen

Die Fussball-Leidenschaft von Gabriel Lüchinger begann beim FC Montlingen, wo er bis zu den D-Junioren spielte. Dann wurde er ein Jahr lang in die Talentschmiede der Region, die Rheintal-Bodensee U15, berufen. Bei diesen Spielen auf höchstem nationalem Niveau wurde der Grasshopper-Club auf ihn aufmerksam, der ihn als 15-Jähriger auf den Hardturm holte. Dort spielte er in der U15, U16, zwei Jahre in der U18 und in der U21. Auch 14 Einsätze in den U15- und U17-Nationalmannschaften gehören zu seinem bisherigen Palmarès.

Seine Trainer waren unter anderen Carlos Bernegger und Murat Yakin. Bei GC hat er neben dem Profi-Training auch die KV-Lehre bestanden.

Drei Jahre Profi

Als angehender Tween wurde er ein halbes Jahr nach St. Gallen ausgeliehen, wo er einen Drei-Jahresvertrag bekam. Ein Jahr spielte er unter Trainer Giorgio Contini regelmässig in der U21 des FCSG.

Im zweiten Jahr wurde er zum FC Wil ausgeliehen, wo er von Trainer Axel Thoma geschliffen wurde. In der dritten Profi-Saison landete er wieder beim FC St. Gallen, wo er bis vor Kurzem seinen Lohn erhielt. Im Moment ist Gabriel Lüchinger arbeitslos und hält sich beim FC Rüthi fit.

Knackpunkt Entschädigung

Ein Spieler-Agent sucht aber einen geeigneten Club für ihn. Er befürchtet aber, dass er noch etwa zwei Jahre in der Luft hängen wird, denn für ihn sei die Ausbildungsentschädigung von etwa 200 000 Franken zu berappen.

«Es wäre natürlich toll, wenn ich zumindest bei einem Challenge-League-Club spielen könnte. In der Zehnerliga ist es aber sehr schwer, einen geeigneten Verein zu finden», sinniert der offensive Mittelfeldspieler. Mit einem Auge habe er nach Vaduz geschielt, wo er vielleicht unter seinem altbekannten Trainer Contini Arbeit bekommen hätte. Weil Vaduz aufgestiegen ist, hat er sich das vorläufig aber abgeschminkt.

Hoffnung lebt noch

Abgeschrieben hat der Dortmund- und GC-Fan aber den Profifussball noch nicht. Vielleicht war ein Scout auf der Birkenau, der seine Fussballkünste gesehen hat. Lüchinger ist nämlich positiv aufgefallen und hat selber Tore geschossen und auch mit einigen Vorlagen für Tore seiner Kollegen geglänzt. Mit diesen Toren hat er sich in die Herzen der Rüthner Anhänger gespielt, und auch in die Notizbücher der Vereinsleitungen.

Momentan auf dem Rheinblick

Wie es momentan allerdings aussieht – und wenn nicht noch ein Angebot eines höher dotierten Vereins kommt – spielt Gabriel Lüchinger, zumindest in der Hinrunde, auf dem Rheinblick. Vielleicht sogar länger.

Da hätten Wendelin Hobel, Bernhard Allgäuer und Livio Sanseverino sicher nichts dagegen, denn einen Vorlagengeber von solchem Format könnten sie ganz gut gebrauchen. Am glücklichsten wäre wohl Bruder Jérôme, denn Lüchinger/Lüchinger Tore wären wohl die schönsten. Unglücklich wäre auch Gabriel Lüchinger selber nicht, denn in Rüthi könnte er wenigstens seiner grossen Leidenschaft Fussballspielen frönen, auch wenn es nur – oder zumindest noch – in der dritten Liga ist.

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