Kapellfest liess den Schaden vergessen

Mit einem fröhlichen Kapellfest feierten die Freunde der Kapelle im Riet deren Segnung nach der Erneuerung wegen eines Brandes. Trotz finanziellem Rückschlag vergab der Kapellverein wieder grosszügige Spenden.

Rösli Zeller
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16 Priester aus aller Welt zelebrierten mit Bischof Markus Büchel (Mitte) vor der Kapelle die heilige Messe. (Bild: Rösli Zeller)

16 Priester aus aller Welt zelebrierten mit Bischof Markus Büchel (Mitte) vor der Kapelle die heilige Messe. (Bild: Rösli Zeller)

OBERRIET. Die Marienkapelle sei längst zu einem Ort der Kraft, der Gnade, der Freude, der Begegnung und der Grenzen-Sprengung geworden, wie Präsident Martin Frei und Bischof Markus Büchel in ihren Grussworten festhielten.

Sie konnten zusammen mit 16 Priestern aus aller Welt sowie Hunderten von Gläubigen den Festgottesdienst feiern. Der Musikverein Harmonie Oberriet unter der Leitung von Daniel Ritter umrahmte die Feier und den gemütlichen Teil. Bischof Markus Büchel spendete zu Beginn den Segen über das Volk und segnete die festlich geschmückte und erweiterte Marienkapelle.

In seinem Predigtwort sprach Bischof Markus Büchel zuerst Worte des Dankes an alle aus, die die Kirche in irgendeiner Form mittragen, mitgestalten und die Verkündigung wahrnehmen. Er ermunterte, die eigene Sendung des Füreinander-Daseins, des Lichtbringens, zu pflegen, denn im Mit- und Füreinander könnten sich Knoten lösen. Sein grosser Wunsch ist, dass allen die Augen für die Not der Mitmenschen aufgehen.

Die am 6. November letzten Jahres im Innern zerstörte Kapelle sei Dank grosser Initiative wiederum zu einem Ort der Freude geworden, konnte Martin Frei mitteilen. Das zerstörte Bild «Maria – die Knotenlöserin» hat Restaurator Mauro Ferrari zu neuem Glanz erstrahlen lassen und Künstler Josef Ebnöther schuf die Glasbilder neu. Zulasten des Kapellvereins fallen Renovations- und Baukosten von rund 70 000 Franken an, rund 100 000 Franken werden durch Versicherungen gedeckt. Obwohl infolge der lange geschlossenen Kapelle bedeutend weniger Spenden zusammenkamen, konnten 80 000 Franken an Projekte gespendet werden. Wie Kassier Jakob Eugster festhielt, wurden seit 1999 knapp 900 000 Franken an Projekte im In- und Ausland geleistet. Die Mitglieder erteilten dem Vorstand die Kompetenz, im laufenden Jahr wiederum bis 100 000 Franken an Projekte zu leisten.

Die Kollekte im Festgottesdienst ergab 8250 Franken, welche einem Kinderheim in Ghana zugute kommen.

Für das zurücktretende Vorstandsmitglied Hans Steiger, der seit 1999 im Rat aktiv war, wurde der Revisor Stefan Geisser, Oberriet, gewählt. Als neuer Revisor konnte Alfons Ammann, Eichenwies, gewählt werden. Dem Verein traten 63 Neumitglieder bei. Ein Gast aus Vorarlberg wünschte in der Allgemeinen Umfrage, dass der Kontakt, die Kommunikation mit Vorarlberg noch intensiver gepflegt werde.

Der KTV Oberriet war für das leibliche Wohl besorgt. Das Alphorntrio Oberriet und der Musikverein Oberriet spielten auch im Festzelt auf.