«Die Fakten sprechen für den Standort»: Kantonsräte setzen sich fürs Spital Altstätten ein

Zwölf Rheintaler Kantonsräte unterstützen einen Vorschlag der Stadt Altstätten zur Rettung des Spitals.

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Breite Unterstützung für Spitalstandort Altstätten (v.l.): Michael Schöbi, Ruedi Mattle, Karin Hasler, Remo Maurer, Thomas Eugster.

Breite Unterstützung für Spitalstandort Altstätten (v.l.): Michael Schöbi, Ruedi Mattle, Karin Hasler, Remo Maurer, Thomas Eugster.

Bild: pd

(pd) In der kommenden Kantonsratssession, die vom 14. bis am 17.September nochmals auf dem Olma-Gelände stattfindet, werden die Kantonsratsbeschlüsse über den Erhalt der Spitalstandorte beraten. Ein Dutzend Kantonsrätinnen und -räte aus dem Wahlkreis Rheintal unterstützen dabei einen Vorschlag der Stadt Altstätten, den hauptsächlich die Ratsmitglieder Ruedi Mattle (Stadtpräsident, parteilos) und Michael Schöbi (CVP) erarbeitet haben.

Die Befürworter des Spitals Altstätten gehören dem gesamten Parteienspektrum an – abgesehen von der FDP. Remo Maurer und Karin Hasler von der SP und Meinrad Gschwend (Grüne) sind ebenso dabei wie Christian Willi, Markus Wüst, Thomas Eugster, Carmen Bruss und Peter Kuster (SVP) sowie die CVP- Politiker Andreas Broger und Sandro Hess.

Die Kantonsräte schreiben in einer Medienmitteilung:

«Dabei soll klar werden, dass der von der Stadt Altstätten unterbreitete Vorschlag für eine leistungsfähige und kostengünstige, wohnortnahe geriatrische Versorgung und Betreuung im Rheintal breite Unterstützung unter den Vertretern der Rheintaler Bevölkerung findet.»

Ersatzlose Alternative steht nicht zur Debatte

Allen sei klar, dass die Fakten für den Spitalstandort Altstätten sprechen und eine ersatzlose Alternative nicht zur Debatte stehe, schreiben die Kantonsräte weiter: Zu viele Arbeitsplätze stünden auf dem Spiel, der Volksentscheid über das Gebäude stehe im Raum und die bestehenden lokalen Dienstleister seien als Teil der lokalen Wertschöpfungskette systemrelevant. Zur Faktenlage gehörten auch die Bevölkerungsentwicklung, entsprechende Betreuungsketten und die Schwierigkeit, Hausärzte für das Rhein­tal zu gewinnen und sie hier zu halten.

Mit einem Abzug aller Ressourcen in Richtung St.Gallen könne die hohe Qualität des Wohngebietes Rheintal nicht mehr gewährleistet werden.

Ausserdem hätten die Erfahrungen der Coronapandemie gezeigt, dass es dezentrale Infrastrukturen brauche, gerade für die Behandlung älterer Menschen.

Der vorgelegte Lösungsweg in Richtung geriatrisches Zen­trum docke an bestehende Synergien an und ermögliche eine professionelle Triagierung von älteren Patientinnen und Patienten, die nicht im Widerspruch zu spezialisierten Dienstleistungen und Operationen des Kantonsspitals St.Gallen stünden. Es sei gar im Gegenteil so, dass damit ein bedarfsorientierter Service Public ermöglicht werde, der nicht überversorge, sondern richtig versorge.

Kantonsräte rufen zur vertieften Debatte auf

Dafür steht ein Grossteil der von den Rheintalerinnen und Rheintalern gewählten Kantonsräte. Sie rufen damit die Bevölkerung auf, sich mit dem Thema zu befassen, vor allem auch mit Blick auf die stark alternde Bevöl­kerungsentwicklung und die damit verbundenen benötigten Dienstleistungen. (pd)