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KANTONSRAT: Windräder im Rheintal

Auch wenn die Rheintaler mehrheitlich gegen die Energiestrategie waren: Finden sich geeignete Standorte, könnten hier Windparks gebaut werden, hält die Regierung in einer Antwort auf einen Vorstoss der SVP fest.
Max Tinner
Windenergie ist «sichtbar»: Die beiden Windräder, die im Gebiet Honegg-Oberfeld gebaut werden sollen, wird man von Altstätten aus gut sehen können, wie die Visualisierung der Appenzeller Wind AG zeigt. (Bild: pd)

Windenergie ist «sichtbar»: Die beiden Windräder, die im Gebiet Honegg-Oberfeld gebaut werden sollen, wird man von Altstätten aus gut sehen können, wie die Visualisierung der Appenzeller Wind AG zeigt. (Bild: pd)

Max Tinner

Windkraftwerke sollen dort gebaut werden, wo die Bevölkerung der neuen Energiestrategie des Bundes wohlwollend gegenübersteht, aber nicht, wo der Grossteil der Bevölkerung bei der Abstimmung zum neuen Energiegesetz Nein gesagt hat. Im Besonderen also nicht im Rheintal, wo in allen Gemeinden ausser Marbach mehr Nein- als Ja-Stimmen zusammenkamen. Dies forderte die SVP-Fraktion des Kantonsrates in einem im September eingereichten Vorstoss.

Für die Regierung ist das Abstimmungsverhalten der Wahlkreisbevölkerung allerdings nicht das ausschlaggebende Kriterium für die Wahl potenzieller Standorte für Windenergieanlagen – was man hat annehmen dürfen: «Windenergie ist eine standortgebundene Ressource», heisst es in der nun vorliegenden Antwort auf die Interpellation der SVP-Kantonsräte. «Projektinitianten sollen Windparks grundsätzlich dort planen und erstellen, wo der Wind ausreichend stark bläst.»

Die SVP-Kantonsräte wollen in ihrem Vorstoss auch wissen, wie viele Windparks nötig wären, um die im Windenergiekonzept des Bundes für den Kanton St.Gallen genannten 130 bis 400 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr produzieren zu können. Die Regierung geht in ihrer Antwort davon aus, dass eine einzelne Windanlage fünf bis sieben Gigawattstunden pro Jahr produziert und kommt darum auf sieben bis 20 Windparks mit je drei bis vier solcher Windräder. Oder auch weniger, wenn die Windparks aus mehr Anlagen bestehen oder wenn modernere Windräder ergiebiger arbeiten sollten.

Selbst ist die Regierung bislang von einem deutlich geringeren Windenergie-Potenzial ausgegangen, wie ihrer Antwort zu entnehmen ist. Im kantonalen Energiekonzept von 2013 war noch die Rede von 25 GWh pro Jahr, von denen man bis 2020 zehn Gigawattstunden nutzbar machen wollte.

Standorte künftiger Windparks offen

Wo künftig Windkraftwerke stehen könnten, lässt die Regierung vorderhand offen. Für den Richtplanteil «Versorgung und Entsorgung», in dem die geeigneten Gebiete bezeichnet werden sollen, steht eine Gesamtüberarbeitung bevor. Diese soll laut Informationen zur Raumentwicklung auf der Kantonswebsite bis Ende 2019 abgeschlossen sein.

Möglicherweise steht bis dahin dennoch bereits eine erste solche Anlage im Rheintal: Auf dem Höhenzug zwischen der Landmark und dem St. Anton, also auf Innerrhoder Boden, will die Appenzeller Wind AG im Gebiet Honegg-Oberfeld zwei Windräder bauen. Letztes Jahr wurde die Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht. Die erste der beiden Anlagen hoffen die Initianten 2019 in Betrieb nehmen zu können. Allerdings hat sich eine ganze Reihe Anwohner in einer Interessengemeinschaft dagegen organisiert. Die Terminplanung dürfte damit vielleicht etwas optimistisch sein.

Hinweis

Das Windenergiekonzept des Bundes ist online verfügbar: www.are.admin.ch/are/de/home/raumentwicklung-und-raumplanung/strategie-und-planung/konzepte-und-sachplaene/konzepte/anhoerung-konzept-windenergie.html

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