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KANTONSRAT: Lottogeld für alte Häuser im Rheintal

Fast 320000 Franken aus dem kantonalen Lotteriefonds sind fürs Rheintal bestimmt. Überwiegend sind es Denkmalpflegebeiträge. Und von diesen geht der grösste Teil an Renovationen in Rheineck.
Max Tinner
Zwei fast benachbarte Rheinecker Gebäude kommen in den Genuss von Lotteriefonds-Geldern: der Löwenhof (links) ebenso wie das Alte Schulhaus an der Thalerstrasse 10 (rechts, mit Baugerüst). In der Mitte ist die katholische Kirche zu sehen. (Bilder: Gert Bruderer)

Zwei fast benachbarte Rheinecker Gebäude kommen in den Genuss von Lotteriefonds-Geldern: der Löwenhof (links) ebenso wie das Alte Schulhaus an der Thalerstrasse 10 (rechts, mit Baugerüst). In der Mitte ist die katholische Kirche zu sehen. (Bilder: Gert Bruderer)

Max Tinner

Der grösste Lotteriefondsbei- trag, den der Kantonsrat gestern fürs Rheintal gesprochen hat, kommt der Fenster-, Dach- und Fassadenrestaurierung am Alten Schulhaus an der Thalerstrasse in Rheineck zugute. Die Arbeiten kosten 826'000 Franken; über ein Viertel davon, 220'000 Franken, ist denkmalpflegebedingt. An diesem Mehraufwand beteiligt sich der Kanton nun mit 88'000 Franken. Dies auch wegen der besonderen Bedeutung des Gebäudes. Es ist 1881 im spätklassizistischen Stil gebaut worden. Wenige Jahre nach seiner Fertigstellung führte es der damalige Kantonsbaumeister in einer Publikation als Standardbauwerk für Schulhäuser auf, womit es sozusagen zum Musterhaus für Schulbauten wurde.

Schulhaus steht noch dank des Löwenhofs

Heute ist das Alte Schulhaus als Kulturobjekt von kantonaler Bedeutung gelistet – was nicht selbstverständlich ist. 1971 wollte man es nämlich abbrechen, um an seiner Stelle eine neue Post zu bauen. Stehen liess man es aus Rücksicht auf den benachbarten Löwenhof, welcher als grossartigstes Palais des 18. Jahrhunderts im Kanton St. Gallen gilt und mittlerweile den Status eines Kulturobjekts von nationaler Bedeutung hat.

Der Zufall will es, dass ein weiterer bedeutender Lotteriefondsbeitrag just für diesen bestimmt ist. Bislang leer stehende Räume sollen nämlich genutzt werden. Deren Restaurierung und Renovierung kostet 1,194 Mio. Franken, wovon gut 174'000 Franken denkmalpflegebedingter Mehraufwand ist. An diesen leistet der Kanton nun einen Beitrag von 69'700 Franken.

Auch Balgach und Thal renovieren Baudenkmäler

Noch zwei weitere Denkmalpflegebeiträge aus dem Lotteriefonds gehen ins Rheintal. Die Renovation des katholischen Pfarrhauses an der Bergstrasse in Balgach wird mit 37'100 Franken unterstützt. Hier kostet die Renovation 800000 Franken, wovon knapp 139'000 Franken denkmalpflegebedingte Kosten sind. Das Gebäude aus dem Jahr 1752 ist ebenfalls ein Kulturobjekt von kantonaler Bedeutung.

Ein Beitrag über 36'500 Franken für denkmalpflegerischen Mehraufwand ist mit dem Kantonsratsbeschluss von gestern für die Aussenrenovation und teilweise Innenrestaurierung des Hauses an der Bachstrasse 19 in Thal freigegeben worden. Auch dieses 1806 nach dem Dorfbrand erbaute Walmdachhaus ist wegen seines architekturgeschichtlichen und stilistischen Werts ein Kulturobjekt von kantonaler Bedeutung. Die Gesamtkosten der Bauarbeiten betragen 480'000 Franken; der denkmalpflege- rische Aufwand darin macht 91'000 Franken aus.

15'000 Franken aus der aktuellen Lotteriefondsausschüttung gehen ausserdem nach Montlingen als Beitrag an die 65'000 Franken kostende Erneuerung des dortigen Museums. Und Altstätten bekommt Geld aus dem Lotteriefonds zum Festen: Auf 30'000 Franken darf sich das Diogenes-Theater freuen. Sie mindern dessen ausserordentliche Kosten von 175'000 Franken für die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen im nächsten Jahr. Und mit 12'000 Franken wird die Kultur- und Konzert- woche Staablueme unterstützt, die heuer vom 12. bis 19. August stattfindet. Mit 15'000 Franken wird weiter das Buchprojekt «Architektur im Rheintal» von Joshua Loher aus Widnau und Sarah Peter Vogt aus Balgach unterstützt. Das Werk erscheint im November. Und schliesslich kann auch noch das textile Kunstprojekt «Living Fabrics» dem Rheintal zugerechnet werden. Dahin- ter steht die Künstlerin Nesa Gschwend, die in Altstätten aufgewachsen ist. Das vierjährige Kunstprojekt wird vom Lotteriefonds mit 15'000 Franken unterstützt. Als Teil davon wird diesen Sommer während der grenzüberschreitenden Kunstausstellung Arthur017 auf der alten Rheinbrücke zwischen Widnau und Lustenau eine Installation aus Teppichobjekten zu sehen sein.

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