Kantonale Meisterschaft in Altstätten

Am kommenden Sonntag findet in Altstätten erstmals ein Karateturnier statt: In der Schöntal-Turnhalle wird die dritte kantonale Karatemeisterschaft ausgetragen. Zum Wettkampf treten Mitglieder diverser Stilrichtungen dieser Kampfsportart an.

Reto Wälter
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Mislim Imeroski (r.) bereitete seine Schüler auf die kantonale Meisterschaft vor. (Bild: Archiv/rew)

Mislim Imeroski (r.) bereitete seine Schüler auf die kantonale Meisterschaft vor. (Bild: Archiv/rew)

KARATE. Rund 150 Teilnehmer, davon 20 von der organisierenden Altstätter Karateschule, kämpfen am kantonalen Turnier um gute Platzierungen. Die Karatekas können in den Disziplinen Kata, Teamkata (zu dritt) und Kumite antreten. Am Sonntag ab 9 Uhr treten Schüler im Kata (Schattenkampf) an und tragen den Richtern Angriffsvarianten mit möglichst perfekten Bewegungsabläufen vor.

Ab 13 Uhr wird dann nicht mehr ein imaginärer Gegner angegriffen: Im Kumite (dem Kampf) versuchen die Karatekas mit Treffern zu punkten. Da es ein Halbkontakt-Turnier ist, zieht sich der Angreifer nach dem Abschluss einer erfolgreichen Kombination, respektive einem Treffer, wieder zurück, bevor er erneut angreift. Sowohl am Morgen wie auch am Nachmittag treten die Teilnehmer in den Kategorien U10, U12, U14, U16, U18 und Elite an.

Diverse Stilrichtungen

Interessierte werden an der Kantonal-Meisterschaft verschiedene Stilrichtungen zu sehen bekommen. Es nehmen Schulen von der verbreitetsten Art Shotokan, Wadokai, das in Altstätten praktiziert wird, und Shutokai teil. Letzteres wird in Herisau praktiziert; in diesem Sinne könnte man dem Turnier schon fast das Prädikat Ostschweizer Meisterschaft anhängen. Dass kantonale Meisterschaften ausgetragen werden, ist eine neuere Entwicklung. Noch vor einigen Jahren waren die Karateschulen nur in Landesverbänden organisiert.

Näher zusammengerückt

Mit der zunehmenden Gründung von Vereinen begann man die Strukturen feiner zu weben: Der St. Galler Verband wurde vor zwei Jahren ins Leben gerufen. Gründungsmitglied war auch Mislim Imeroski, der Leiter der Altstätter Schule, der das Turnier zusammen mit Rolf Wirth; Lamberto Grippi und Roland Benz organisiert. Er steht im kantonalen Verband der Technischen Kommission vor und sagt: «Durch die Verbandsgründung sind die Schulen aus verschiedenen Richtungen näher zusammengerückt und die Aktivitäten konnten verstärkt werden.»

Neben der kantonalen Meisterschaft werden ein Klausturnier, Lehrgänge und Schiedsrichterkurse durchgeführt. Letztere sind wichtig, weil gerade beim Kata, dem Schattenkampf, je nach Stilrichtung die Bewegungen leicht anders ausgeführt werden. «Deshalb sitzen im Schiedsgericht Vertreter diverser Stilarten», erklärt Imeroski. Wer sich einen Überblick verschaffen will, kann dies am Sonntag tun – eine Festwirtschaft steht zur Verfügung. Denn laut Imeroski gibt es im Rheintal im Vergleich zu anderen Landesgegenden eher wenige Sportler, die Karate praktizieren. Er führt das auf die grosse Konkurrenz von anderen Kampfsportarten zurück. Und wer Karate macht, braucht eben Geduld, um weiterzukommen. «Es genügt nicht, nur den Körper zu trainieren, auch der Geist muss entwickelt werden», erklärt der Mental-Coach und meint: «Dafür profitiert man dann auch im Privat- und Berufsleben umso mehr davon.»

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