Kantersieg nach schwachem Start

Mit einem deutlichen 26:13-Sieg gegen Rover Wittenbach baut der HC Rheintal die Führung in der 3. Liga vor der Weihnachtspause aus. Er zeigte beim letzten Auftritt des Jahres jedoch zwei Gesichter.

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Imre Domokos (Nr. 19) setzt sich gegen zwei Wittenbacher durch. Der Ungar war nach dem kollektiven Durchhänger in den ersten 20 Minuten eine spielbestimmende Figur. (Bild: Yves Solenthaler)

Imre Domokos (Nr. 19) setzt sich gegen zwei Wittenbacher durch. Der Ungar war nach dem kollektiven Durchhänger in den ersten 20 Minuten eine spielbestimmende Figur. (Bild: Yves Solenthaler)

Trotz des Siegs vor zwei Wochen gegen den Tabellenletzten waren sich Fans und Spieler einig: Dies war kein überzeugender Auftritt. So wurde von den zahlreichen Zuschauern nichts weniger als ein deutlicher Sieg gegen Wittenbach gefordert. Gerade auch deshalb, weil der HCR den Gegner im Hinspiel deutlich bezwang. Nur die krankheitsbedingten Ausfälle von Wild und Jovicic erschwerten das Vorhaben etwas.

Die Gäste zeigten in den Anfangsminuten aber deutlich, dass sie nicht bereit waren, die Punkte kampflos im Rheintal zu lassen. Wittenbach ging mit seinem ersten Angriff 1:0 in Führung und konnte sich bis zur 16. Minute gar mit 6:3 absetzen.

Offensive Deckung verunsichert die Rheintaler

Die Rheintaler waren durch die offensive Deckung der Gäste verunsichert und versuchten immer wieder Würfe aus wenig aussichtsreichen Positionen. Erst das Time-out von Coach Lajos Szövetes beendete diese Phase der Überlegenheit der Gäste. Innert weniger Minuten schlossen die Rheintaler wieder auf und gingen dank eines Treffers von Gulyas in der 21. Minute in Führung. Trotzdem musste man den Witten­bachern den 9:10-Anschlusstreffer zwei Sekunden vor der Pausensirene zugestehen.

Was Szövetes seinem Team in der Pause genau gesagt hat, bleibt ein Geheimnis. Jedenfalls hat es seine Wirkung nicht verfehlt – die Mannschaft war nicht wiederzuerkennen. Die Defensive um Verteidigungsspezialist Seitz verdiente nun ihren Namen. So gestanden die Gastgeber den Wittenbachern nach dem Seitenwechsel nur vier Tore zu.

Als Tabellenführer in die Weihnachtspause

Auch im Angriffsspiel ging ein Ruck durchs Team. Mit der nötigen Präzision und Spielwitz wurden nun die Angriffe erfolgreich abgeschlossen. Tor um Tor zog das Heimteam davon und vergrösserte den Abstand im Minutentakt. So konnte Szövetes gegen Ende des Spiels einigen Akteuren eine Auszeit gönnen – doch auch die etwas veränderte Formation reihte sich nahtlos in die gute Mannschaftsleistung ein. Zum Schluss stand ein deutliches 26:13 auf der Anzeigetafel, was der deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit zu verdanken war.

Die Rheintaler stehen mit nur einem Verlustpunkt in neun Spielen an der Tabellenspitze. Wenn das Team weiter so souverän auftritt und ihr unbestrittenes Können während eines ganzen Spiels abrufen kann, darf weiterhin von einem Aufstiegsaspiranten gesprochen werden.

Der Spielplan für die Rückrunde ist noch nicht fixiert. Aber die Rheintaler Handballer scheinen gerüstet für die zweite und entscheidende Saisonhälfte des «Unternehmens Aufstieg». (mr)

Männer, 3. Liga, Gruppe 1

Rheintal – Rover Wittenbach 26:13 (10:9)

Blattacker – 100 Zuschauer – SR: Bene Kuczkay.

Rheintal: Martin Horg (Tomislav Saric); Marco Buob (3 Tore), Imre Domokos (4), Erik Gulyas (5), Dario Metzger (3), Lirim Morina (1), Markus Rutz, Jürg Schwarber (5), Marc Schwarber (1/1), Marcel Seitz (2/2), David Szilágyi (2). Coach: Lajos Szövetes.