Kann Kriessern noch was bewegen?

Nach der deutlichen 24:12-Auswärtsniederlage im ersten Halbfinalkampf der Premium League gibt sich die RS Kriessern kämpferisch. Die Rheintaler werden alles in die Waagschale werfen, um dem Heimpublikum einen tollen Kampf zu bieten.

Patrick Dietsche
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Kriessern will sich rehabilitieren und braucht dazu Aktionen wie hier von David Hungerbühler (unten). (Bild: dip)

Kriessern will sich rehabilitieren und braucht dazu Aktionen wie hier von David Hungerbühler (unten). (Bild: dip)

RINGEN. Realistischerweise ist ein Zwölf-Punkte-Rückstand gegen einen kompakten und hochmotivierten Gegner wie es die RR Hergiswil am letzten Samstag war, nicht wettzumachen. Das wissen auch die Verantwortlichen und Ringer der Kriessner, doch schon kurz nach der herben Enttäuschung vom letzten Wochenende zeigte man sich wieder kämpferisch.

Den Vorsprung verwalten

Die Innerschweizer werden wohl trotz grossem Vorsprung keine Risiken eingehen. Zu schnell ist etwas Unverhofftes passiert, und man hat in Willisau bei den Kriessnern gesehen, dass sich dann eine negative Eigendynamik entwickeln kann.

So werden morgen Samstag in der Kriessner Mehrzweckhalle die beiden Leihringer Pascal und Benno Jungo wiederum zum Einsatz kommen und auch Thomas Suppiger, dessen Auftritt die Kriessner vor Wochenfrist auf dem falschen Fuss erwischt hatte, dürfte wieder dabei sein.

Vorteil dank Stilartenwechsel

Die Gastgeber sehen trotz allem einige Ansatzpunkte, die ihnen zu einem positiven Ergebnis verhelfen können. Zum einen hoffen sie, dass den Innerschweizern ob der komfortablen Ausgangslage die letzte Konsequenz fehlt, zum anderen sieht man sich in der Rückrunde dank des Stilartenwechsels eher im Vorteil.

Die Leihringer Urs Wild und Flavio Freuler sollten dem Coach Hugo Dietsche ebenfalls zur Verfügung stehen, was ihm mehr Flexibilität in der Aufstellung bringt.

Dass Thomas Suppiger voraussichtlich wieder auflaufen wird, ist nun ebenfalls klar und man kann entsprechend reagieren. Zu guter Letzt will man aus der einmaligen Atmosphäre in der Kriessner Halle Kraft zu einem Exploit schöpfen.

Sieger ist Titelfavorit

Dieser wird nötig sein, um einen Gegner in die Knie zu zwingen, der in dieser Verfassung wohl als Titelfavorit gehandelt werden muss. Einem Ringer-Spektakel erster Güte steht auf jeden Fall nichts im Weg, und die Kriessner sind gewillt, die Scharte von letzter Woche mit einem Sieg zumindest teilweise auszumerzen. Sollte es am Ende doch noch zum Finaleinzug reichen, wäre dies wohl das Sport-Highlight des Jahres.

Hutter Premium League, Halbfinal-Hinkampf: RS Kriessern – RR Hergiswil um 20 Uhr in der MZH Kriessern.