KAMPFSPORT: Leuchtendes Schwarz

Sieben Mitglieder des Kampfsportcenters Rheintal in St. Margrethen haben an Dan-Prüfungen im Bereich des schwarzen Gurts erfolgreich abgeschnitten – darunter zwei Schwarzgurt-Debütanten.

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Sieben Träger des schwarzen Gurts (von links): Simvet Masimovic (2. Dan), Milan Savanovic (2. Dan), Boris Stojnic (3. Dan), Miki Stojnic (7. Dan), David Stojnic (1. Dan), Heison Gschwend (1. Dan) und Manuel Zoller (2. Dan). (Bild: pd)

Sieben Träger des schwarzen Gurts (von links): Simvet Masimovic (2. Dan), Milan Savanovic (2. Dan), Boris Stojnic (3. Dan), Miki Stojnic (7. Dan), David Stojnic (1. Dan), Heison Gschwend (1. Dan) und Manuel Zoller (2. Dan). (Bild: pd)

31 Prüflinge stellten sich in der Nähe von Frankfurt am Main der Jury, sieben davon vom Kampfsportcenter Rheintal. Der Meister selbst – Miki Stojnic aus Heerbrugg – erreichte den 7. Dan. Sein 18-jähriger Sohn David und Heison Gschwend kamen zu ihrem ersten schwarzen Gurt in der Kampfsport-Disziplin Esdo.

Heison Gschwend ist der ungewöhnlichste Schüler von Miki Stojnic, denn er wohnt in Frankreich und ist von Stonic’ Anleitung derart überzeugt, dass er in jeder Woche zwei- bis dreimal nach St. Margrethen ins Training fährt. Gschwend trainiert seit rund 15 Jahren bei Stojnic, auch alle anderen Schwarzgurtträger des Kampfsportcenters Rhein­- tal werden schon ähnlich lan­- ge von Stojnic unterrichtet, der selbst seit 38 Jahren passionierter Kampfsportler ist. Miki Stojnic erreichte in Frankfurt gar den 7. Dan; sein Fernziel ist der 10. Dan, der nicht anders als mit «Perfektion» erklärt werden kann.

Alle seit etwa 15 Jahren Schüler von Miki Stojnic

Der jüngste Rheintaler Prüfungsabsolvent ist der 18-jährige David Stojnic. Er trainiert seit dem Alter von vier Jahren bei seinem Vater: «Früher als mit 18 Jahren kann man bei mir den schwarzen Gurt nicht machen», sagt Miki Stojnic. Das Leitmotiv von Miki Stojnic, der nebst Esdo auch andere Kampfsportarten unterrichtet, ist die Gesundheit.

Esdo eignet sich dafür hervorragend, weil es ein Ganzkörpertraining ist. Die Disziplin gilt als europäische Alternative zu den asiatischen Kampfsportarten. Im Esdo geht es um die vollständige Ausnutzung der körpereigenen Fähigkeiten. Weil diese bei allen Menschen verschieden ist, erhalten Esdo-Sportler eine individuelle Ausbildung, um den persönlichen Stil zu entwickeln. .

Weil sie so individuell ist, kann die Kampfsportart pro­blemlos ab dem Alter von etwa fünf bis 60 Jahren ausgeübt werden. Der Älteste der sieben ausgezeichneten Rheintaler, ist 55- jährig. Esdo-Kämpfer sind verpflichtet, sich an die Gesetze zu halten, denn sie benötigen zur Ausübung ihrer Sportart ein polizeiliches Führungszeugnis.

«Dass meine Schüler und ich gleich sieben Schwarzgurt-Prüfungen bestanden haben, ist eine grosse Ehre für unsere Schule», sagt Miki Stojnic. Bis zur nächsten Dan-Prüfung müssen alle Schüler nun wieder zwei, bis drei Jahre trainieren: «Um einen Dan zu erreichen, ist nebst dem technischen Können auch die entsprechende persönliche Reife nötig.»

Ein schwarzer Gurt ist besser als ein schwarzer Tag

Besonders stolz ist Miki Stojnic natürlich darauf, dass seine beiden Söhne unter den erfolgreich Geprüften sind – der 22-jährige Boris erreichte gar schon den 3. Dan.

In Schwarz. Während diese Bezeichnung für Farb- und Helligkeitsempfindung in unserem Sprachgebrauch meist mit negativen Wertungen versehen ist – «ein schwarzer Tag» – beginnen bei Kampfsportlern die Augen zu leuchten, wenn von Schwarz die Rede ist. Denn dann geht’s jeweils um den höchsten zu erreichenden Gurt. Die Auszeichnung wahrer Meisterschaft. (ys)