Kampf um die Talente wird härter

Anlässlich des Berufsevents von Chance Industrie Rheintal trafen sich am Eröffnungsabend 200 Firmenvertreter, Politiker und Lehrkräfte zum Netzwerkapéro mit Vorträgen und der Vorstellung eines Kurzfilms.

Gerhard Huber
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Die Gestalter und Schauspieler des uraufgeführten Kurzfilms (v. l.): Joel Frei, Angelique Anderegger, Gizem Baruk und Alex Bayer. (Bild: Ulrike Huber)

Die Gestalter und Schauspieler des uraufgeführten Kurzfilms (v. l.): Joel Frei, Angelique Anderegger, Gizem Baruk und Alex Bayer. (Bild: Ulrike Huber)

Die richtige Wahl der Lehrstelle und der Mangel an qualifizierten Lernenden ist zu einem wichtigen Thema der Industriebetriebe geworden. Diesem Thema widmete sich der vom Verein Chance Industrie Rheintal veranstaltete Netzwerkapéro, der von rund 200 interessierten Gästen aus Industrie, Politik und Schule besucht wurde.

Orientierungshilfe bei der Lehrstellensuche

Albert Koller, unermüdlicher Projektleiter des Berufsevents und kreativer Macher, würdigte das zehnjährige Bestehen des Vereins Chance Industrie Rheintal und des von diesem durchgeführten Berufsevents. Er war sich mit dem Gemeindepräsident von St. Margrethen, Reto Friedauer, darin einig, dass das funktionierende System der Berufslehre für die im Verein vertretenen 17 Unternehmen mit insgesamt 6800 Mitarbeitern und 400 Lehrstellen von enormer Bedeutung und ein wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit ist. Der Berufsevent schaffe wertvolle Orientierungshilfen und führe die Jugendlichen an den Arbeitsmarkt heran.

Auf der Karriereleiter nach ganz oben

Direktor Peter Dietrich von Swissmem, dem Branchenverband der Elektro-, Maschinen- und Metallindustrie, verwies in seinem Impulsvortrag darauf, dass die Berufsbildung die tragende Säule der Branche sei. Die Industrie sei eine Branche, die den Lehrlingen die Möglichkeit biete, auf der Karriereleiter auch ganz nach oben zu gelangen.

In einer Zeit der immer weiter fortschreitenden Digitalisierung würden auch neue Spezialisierungen und Qualifikationen verlangt. Dazu nehme die Dezentralisierung der Verantwortung weiter zu. Der Berufsentwicklungsprozess sei der geeignete Weg, diese Aufgabenstellungen zu bewältigen. «Eine gut aufgestellte berufliche Grundbildung ist unerlässlich, um geeignete Fach- und Führungskräfte zu finden und auszubilden», tat Jens Breu, CEO der SFS Gruppe, seine Ansicht kund. Er selbst ist das beste Beispiel dafür, ist Breu doch bei SFS vom Lehrling zum CEO aufgestiegen.

Die duale Berufsbildung sei für sein Unternehmen und dessen organisatorische Entwicklung von grösster Bedeutung. Anhand konkreter Beispiele stellte Jens Breu dar, dass eine Lehre oft erfolgversprechender sei, als eine rein schulische Ausbildung. SFS fördere daher besonders auch in den Auslandsniederlassungen wie etwa in den USA die Implementierung des dualen Bildungssystems.

Premiere eines Kurzfilms über die richtige Berufswahl

Zum Abschluss wurde der vom Verein Chance Industrie Rheintal zum zehnjährigen Bestehen in Auftrag gegebene Kurzfilm über die richtige Berufswahl uraufgeführt. Auf humoristische Art und Weise wird darin gezeigt, wie die Lehrstellensuche zielstrebig und doch locker angegangen werden kann. Nachzusehen unter www.chanceindustrie.ch. Grossartig die Leistung der beiden Lernenden und «Jungschauspieler» Gizem Baruk und Joel Frei, die unter der Regie von Alex Bayer und Anleitung von Theaterfachfrau Angelique Anderegger in diesem Film debütierten.

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