Kampf der Geschlechter

DIEPOLDSAU. Im evangelischen Kirchgemeindehaus kreuzten am Samstagabend die einheimischem Smiling Toasters die Klingen mit ihren charmanten Gästen, den Tricololas aus Mörschwil.

Max Pflüger
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Für die Männer legen sich die Rheintaler Smiling Toasters mit (v. l.) Heiko Hutter, Robi Preising und Jürg Lutz ins Zeug. (Bild: Max Pflueger)

Für die Männer legen sich die Rheintaler Smiling Toasters mit (v. l.) Heiko Hutter, Robi Preising und Jürg Lutz ins Zeug. (Bild: Max Pflueger)

DIEPOLDSAU. Es ist nicht die erste Smile-Night, zu der die «Toasters» zusammen mit den Tricololas am Samstagabend ins evangelische Kirchgemeindehaus in Diepoldsau einluden. Die beiden Trios standen bereits zweimal gemeinsam auf der Bühne. Und auch dieses Mal trafen sie mit ihrem Programm wieder ins Schwarze und begeisterten ein grosses Publikum.

Die Smiling Toasters, das sind die Rheintaler Robi Preising, Heiko Hutter und Jürg Lutz, die Tricololas sind die Mörschwilerinnen Franziska Knechtle, Susanne Zünd und Claudia Tiziani. Die beiden musikalisch-kabarettistischen Trios haben viel gemeinsam: Den musikalischen Schwung, den bitterbösen Humor und eine tüchtige Portion Selbstironie. Neben den Tugenden und Untugenden ihrer Mitmenschen nehmen sie gerne auch die eigenen Unzulänglichkeiten auf die Schippe. Das macht sowohl die Tricololas als auch die «Toasters» sympathisch.

Alltag im Altersheim

Den Abend eröffneten die Tricololas mit «Altersheim Himmelhoch». Das Personal, Frau Sold von der Verwaltung, Frau Meister vom Pflegedienst und Frau Pinggeli, die Putzfrau, luden zu einem Informations- und Werbeanlass ins Altersheim ein. Mit von der Partie waren allerdings auch die drei schon recht betagten Heimbewohnerinnen Anni, Susi und Hedi. Musikalisch immer wieder mit eigenem Text zu bekannten Melodien untermalt, erlebten die Zuschauer ergötzliche Momente mit Knatsch, Tratsch und altersgemässem Zickenkrieg im Altersheim, überzeichnet auf eine liebenswürdig-böse Weise. Da wurde geturnt, Ernährungsberatung mit Verboten betrieben («Aber bitte mit Sahne») oder die Damen mit Pillen ruhiggestellt: «Chumm nimm die Gääle! Chumm nimm die Grüüene! Si söllid alli in Maage cho!» – und die Damen suchten ihre verlorenen Zähne. Zu lachen gaben auch viele originelle, bitterböse Ideen. (Beim Friedhof sagt der Computer des modernen Rollators mit GPS: «Sie haben Ihr Ziel erreicht!»)

Supercoole Rheintaler

Im zweiten Teil brillierten dann die regional gut bekannten Gastgeber des Abends. Mit ihren Songs begeistern sie ihr Publikum in Diepoldsau immer wieder, wie auch im Kinotheater Madlen oder an der Staablueme in Altstätten. Mit fetzigen Liedern in abwechslungsreichem Country-, Blues- und Pop-Stil zu Themen wie Selbstüberheblichkeit, Midlife-Krise, Männerträume und Männerfreundschaft gaben auch sie an der Smile-Night alles und ernteten dafür tosenden Applaus.

Dann traten die Tricololas und die Smiling Toasters zum Schluss abwechselnd an und versuchten, sich gegenseitig zu übertrumpfen. «Unentschieden», mussten sie dann selbst feststellen. Mit dem Schlusslied der Smiling Toasters, «Come together – Kommt zusammen», war die Versöhnung am Ende des Abends perfekt: «Wir Frauen brauchen euch Männer», gaben die Tricololas zu und die Smiling Toasters quittierten musikalisch mit dem fröhlichen Blues «Since I Met You Baby – seit ich dich getroffen habe, bin ich glücklich.»