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Kalkstein bis Widenmonster

Im Rahmen des 333-jährigen Bestehens der Schule Hinterforst arbeiten Kindergärtler und Primarschüler diese Woche mit Rheintaler Künstlern am Schmuck fürs Schulhaus.
Kurt Latzer

HINTERFORST. 1682 legten die evangelischen Hinterforster Geld zusammen für den Bau einer eigenen Schule. Es gab später auch noch ein katholisches Schulhaus in Hinterforst, allerdings erst ab 1806. Auf diese Jahrzahlen wird im Buch «Aus der Geschichte von Stadt und Gemeinde Altstätten» hingewiesen. Den Hinweis auf den Schulfonds der Reformierten nimmt die Schule Hinterforst zum Anlass, heuer ihr 333-jähriges Bestehen zu feiern.

Etwas Bleibendes schaffen

Aufgrund der Schnapszahl entschied der Schulrat, heuer drei Projekte durchzuführen. Zum Auftakt wurde im Februar der Sportplatz auf dem Schulareal für zwei Wochen zu einer Eisarena umgestaltet. Im Juni folgte eine spezielle Schulnacht, und nun ist die Projektwoche Kultur an der Reihe. Gemeinsam mit drei Künstlern und einem Landschaftsgärtner aus der Region schaffen Schüler Kunstwerke, die an das «Jubiläum» erinnern sollen. Mit von der Partie sind der Altstätter Steinmetz und Bildhauer Gregor Weder, der Altstätter Holzkünstler Urs Felber, die Hinterforster Künstlerin Karin Thür und Rolf Lüthi, Landschaftsgärtner und Inhaber der Firma Laubspur.

Da braucht es halt Pflästerli

Alle vier Projektgruppen sind durchmischt mit Kindern ab dem ersten Kindergarten bis zur sechsten Klasse. Weders «Abteilung» ist mit dem Behauen von Steinen beschäftigt. «Es sind französische Kreide-Kalksteine. Die sind besonders weich, gut zu bearbeiten und werden im Freien durch das Wetter immer härter», sagt Gregor Weder. Es entstehen halb abgerundete Steine mit einem Loch in in der Mitte. Auf der einen Seite sind sie glatt, auf der anderen Seite bekommen sie ein Motiv. Nach dem Bearbeiten fädelt Weder die kleinen Kunstwerke auf eine Stange, wodurch eine ganz besondere Säule entsteht. «Ich bin überrascht, mit welchem Eifer die Kinder bei der Arbeit sind», sagt der Altstätter Steinbildhauer, «und sie lassen sich nichts anmerken, wenn sie sich einmal auf den Finger hauen.» Ein Pflästerli brauche es halt hin und wieder.

Monster vom Widenbach

Ein Stück oberhalb des «Steinmetz-Platzes» ist eine ganze Kinderschar mit Erdarbeiten beschäftigt. Auf die Frage, was aus dem kleinen, geschwungenen Erdwall entstehe, rufen gleich mehrere Kinder: «Das Widenbach-Monster!» Es gebe eine Geschichte, in der das Monster vom Widenbach vorkomme. An der Spitze der Erdschlange, die bepflanzt wird, ist ein Baumstamm zu sehen, der zum Kopf des Monsters geformt wurde.

Hölzernes Schlangennest

Im Werkraum des Schulhauses ist die Gruppe unter der Leitung von Karin Thür an der Arbeit. Sie bemalen Eisenstangen und speziell geformte Blütenblätter. Diese kleinen Kunstwerke sollen ebenfalls das Schulgelände zieren.

Schnitzen, sägen, bohren, schrauben: In der Abteilung Holz sind die Kinder an einer Aussenanlage beschäftigt, einem aus längen Ästen und Stangen geformten Schlangennest. Urs Felber zeig den Kindern, wie es gemacht wird. Alle Kunstwerke werden am Dienstag, 15. September, um 19 Uhr den Eltern und Interessierten vorgestellt, im Rahmen einer Vernissage. Auf den Termin freuen sich die Kinder ganz besonders.

Landschaftsgärtner, Künstler und Lehrkräfte lassen die Kinder Kunst erleben. Zu Besuch waren sie auch in der Würth-Ausstellung in Rorschach. (Bilder: Kurt Latzer)

Landschaftsgärtner, Künstler und Lehrkräfte lassen die Kinder Kunst erleben. Zu Besuch waren sie auch in der Würth-Ausstellung in Rorschach. (Bilder: Kurt Latzer)

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