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Junge St. Margrether nörgeln viel

Heute Samstag, 2. April, führt die Jugendarbeit St. Margrethen am Vormittag zusammen mit der St. Margrether Bevölkerung zum zehnten Mal den «JugendMitWirkungs-Tag» durch.
Damian Neuländner

ST. MARGRETHEN. Die Idee für das Projekt stammt vom Verein «infoklick», der sich für Kinder- und Jugendförderung einsetzt. In St. Margrethen wird jedes Jahr ein neues Organisationsteam für den Tag gegründet. Dieses setzt sich aus Jugendlichen und Erwachsenen zusammen. Pro Jahr werden drei Sitzungen durchgeführt, in denen die jungen St. Margrether die Chance haben, ihre Verbesserungswünsche für das Dorf einzubringen. «Jedes Jahr kommen etwa 20 bis 30 Verbesserungsvorschläge», sagt Peter Ochsner, Leiter der Jugendarbeit St. Margrethen. Er leitet die Stelle bereits seit 13 Jahren. Durch die elektronischen Medien habe sich viel verändert. Zum Beispiel sei früher der Jugendtreff ein richtiger Treffpunkt gewesen, um danach gemeinsam weiterzuziehen. Heute sei dies nicht mehr nötig, weil sich die Jungen nur noch über WhatsApp und SMS verabreden würden, bedauert er.

Kein Jubiläumsfest geplant

Nachdem an der ersten Sitzung möglichst viele Ideen gesammelt wurden, stimmen die Jugendlichen an der zweiten Sitzung über die eigenen Ideen ab. «Am Schluss haben wir jeweils drei Projekte, die dann am Durchführungstag während zwei Stunden ausgearbeitet und konkretisiert werden», sagt Ochsner. Manchmal habe man auch zwei oder vier Projekte. «Wenn es etwas Grosses ist, wie zum Beispiel das Jugendcafé Chill, kann es auch einmal nur ein Projekt sein», sagt er. Obwohl der «JugendMitWirkungs-Tag» in diesem Jahr sein Zehnjähriges feiert, plant man laut Ochsner nichts Spezielles. «Den Jugendlichen sagt das Jubiläum wenig, da immer wieder neue Jugendliche mitmachen», erklärt er. Wichtig sei ihm vor allem, dass die jungen St. Margrether und die Gemeinde das Projekt kennen. Die Gemeinde hat die Jugendlichen auch schon mehrfach unterstützt. So zahlte sie zum Beispiel einen Teil an die Paris-Reise im vergangenen Jahr.

«Alle Tage waren speziell»

«Ich kann nicht sagen, welcher bis jetzt der beste oder der schönste Tag war. Jeder Tag hat etwas Spezielles an sich», sagt Peter Ochsner weiter. «An manchen Tagen kamen nur wenige Jugendliche, die dafür aber umso grossartigere Ideen hatten.» Enttäuscht worden sei er noch nie. Dank seiner langjährigen Tätigkeit habe er gelernt, seine Erwartungshaltung je nach dem anzupassen. Als Beispiel nennt er die Teilnehmerzahl. Die Bevölkerung nimmt diese als Massstab für eine erfolgreiche Durchführung. Bei Peter Ochsner stehen hingegen vielmehr die einzelnen Projektideen im Vordergrund.

Allerdings betont er, dass der Tag nicht durchgeführt werden könnte, wenn niemand mitmachen würde. Er schätzt den Einsatz der Jugendlichen sehr. «Damit sie nach Paris reisen konnten, hatten sie sehr viel gearbeitet», lobt er die jungen St. Margrether. Im Gegensatz zu anderen Jahren findet an diesem «JugendMitWirkungs-Tag» keine Party am Abend statt. «In den letzten Jahren wurde das Interesse an der Party immer kleiner», begründet Ochsner den Entscheid.

Als Belohnung wird den Teilnehmern ein Mittagessen offeriert. Mitmachen dürfen alle ab der sechsten Klasse. Nach oben gibt es keine Altersgrenze. «Abstimmen darf man aber nur bis zum 26. Lebensjahr», sagt Peter Ochsner. Dann sei die Jugendzeit nämlich offiziell beendet.

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