Jung und Alt begegnen sich

ALTSTÄTTEN. Im Theaterprojekt der Jugendarbeit oberes Rheintal haben sich 14 Teenager Gedanken zum Zusammenleben der Generationen gemacht und diese in einem turbulenten Theaterstück gemeinsam verarbeitet. Aufgeführt wird es am Donnerstag und Freitag, 4. und 5. April.

Max Pflüger
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Faszinierende Begegnungen: Im Stück der Jugendtheater-Projektgruppe wird der gute Ausgang der Geschichte im Altersheim von Jung und Alt gemeinsam gefeiert. (Bild: Max Pflüger)

Faszinierende Begegnungen: Im Stück der Jugendtheater-Projektgruppe wird der gute Ausgang der Geschichte im Altersheim von Jung und Alt gemeinsam gefeiert. (Bild: Max Pflüger)

Nach den Erfolgen der ersten drei Jugendtheater-Projekte «Splash», «Macht und Manipulation» und «Mobbing» lud die Jugendarbeit oberes Rheintal im vergangenen Herbst erneut zu einem Theaterprojekt ein. In rund 20 Probeabenden inszenierten im Laufe des Winters 14 Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren ein selbst erarbeitetes Theaterstück rund um das Thema «Generationen – Jung und Alt – gestern und heute». Begleitet wurde die Gruppe von den erfahrenen Theaterpädagogen Jürgen Kratzer, Pesche und Heidi Mathis und Tobias Müller.

In ersten Brainstormings und Diskussionen erarbeiteten die Jugendlichen zusammen die Inhalte und das Konzept ihres Stücks. Die beiden jungen Autorinnen Rahel und Nina schrieben daraufhin das Drehbuch, das von der gesamten Theatergruppe im Laufe der Proben immer wieder ergänzt und angepasst wurde. So entstand ein turbulentes Stück, in dem sich das Gestern und Heute, Gut und Böse, Jung und Alt in abwechslungsreichen Szenen begegnen.

Der Gangster und die Oma

Die Hauptrollen spielen Chiara, Rahel und Sandro. Chiara schlüpft als alte Tante Rosi in eine ungewohnte Haut: «Ich finde es witzig, einmal eine solche, ganz andere Rolle auszuprobieren. Ausserdem hatten wir in der Gruppe an den Probeabenden viel Spass.» Sandro spielt den Mäx. Er ist auf die krumme Bahn geraten und dadurch in Schwierigkeiten gekommen, weil er seiner Drogenclique Geld schuldet. Mäx trifft die alte Dame und freundet sich mit ihr an: «Die Rolle gefällt mir. Es ist ja schliesslich nicht ganz gewöhnlich, dass ein junger Gangster mit einer grauen, alten Oma befreundet ist.» Dann aber verliebt er sich in Malu, die Nichte Tante Rosis. Gespielt wird die umschwärmte junge Dame von der Co-Autorin Rahel: «Die Rolle ist cool. Theaterspielen stärkt das Selbstvertrauen. Zudem verstehen wir uns alle miteinander sehr gut. Wir sind eine tolle Gruppe.»

Dass die ganze Sache gut endet und Malu und Mäx schliesslich ein glückliches Paar werden, ist nicht zuletzt der alten Tante Rosi zu verdanken. Sie ist es, die mit ihrem Verständnis für die heranwachsende Generation und ihre Probleme schliesslich eine tragfähige Brücke zwischen Jung und Alt schlägt. Mit einer Party im Altersheim endet das Stück.

Nur eine öffentliche Aufführung

Am Donnerstag und Freitag, 4. und 5. April, geht das Stück mit dem Titel «Begegnungen…» im Diogenes-Theater Altstätten am Nachmittag zuerst als Schüleraufführungen über die Bühne. Diese sind bereits restlos ausgebucht. Für die einzige öffentliche Aufführung am Freitag um 20 Uhr können keine Plätze reserviert werden. Der Eintritt ist frei, es wird eine Kollekte erhoben.

www.jugend-altstaetten.ch

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