Jung sein, das Leben geniessen

Am Freitag feierten die Jungbürger von Rebstein und Marbach ihre Volljährigkeit auf Schloss Weinstein. Es war die dritte gemeinsame Jungbürgerfeier der beiden benachbarten Gemeinden.

Andrea Kobler
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MARBACH/REBSTEIN. Rund 50 junge Menschen wurden am Freitag von den Gemeinderäten im Kreise der erwachsenen Marbacher und Rebsteiner willkommen geheissen und damit im Kreise der Einwohner, «die man gerne als die tragenden Säulen unserer Gemeinschaft bezeichnet», sagte Marbachs Gemeindepräsident Alexander Breu in seiner Begrüssung. Er zeigte den jungen Menschen Vorteile und Nachteile des Erwachsenenlebens auf. Ihm war allerdings bewusst, dass für die jungen Menschen das Zahlen von Steuern, die Teilnahme an Wahlen und Abstimmungen sowie der Militärdienst nicht die wichtigsten Themen sind.

Verantwortung übernehmen

Breu meinte: «Es ist sicher so, dass für euch heute eine gute Ausbildung oder das Studium, Freundschaft, ein Sieg des Fussballclubs oder der wöchentliche Ausgang wichtiger ist. Das ist gut so. Jung ist man nur einmal, die Unbeschwertheit der Jugend kann man nur einmal geniessen.» Alexander Breu bat die jungen Erwachsenen aber auch, Verantwortung für die Gesellschaft und die Allgemeinheit zu übernehmen: «Tragt dazu bei, dass wir weiterhin so tolle Strukturen in unserem Staat, der Gemeinde und in den Vereinen haben. Ohne gegenseitige Hilfe und Rücksichtnahme ist kein angenehmes Zusammenleben möglich. Freiwilligenarbeit ist wichtig und bringt einen auch persönlich weiter.»

Studieren und lachen

Umrahmt wurde der Abend von Spoken-Word-Poet Richi Küttel, der gleichermassen zum Studieren und Lachen anregte. Einen sportlichen Wettstreit untereinander ermöglichte das «Einbürgerungs-Quiz» von Gemeinderätin Irma Graf mit lässigen Preisen. Zudem wurde der Abend durch gute Gespräche und die Köstlichkeiten aus der Schloss-Weinstein-Küche bereichert.

«Für mich bedeutet die Volljährigkeit nun mehr Freiheit, aber auch mehr Verpflichtungen», erzählte die gebürtige Holländerin Elina Van den Hoogen, die mitten im Einbürgerungsverfahren steckt und sich sehr darauf freut, Rebsteinerin zu werden.

Der Marbacher Jannes Zünd freut sich darauf, endlich Auto fahren zu lernen und Eigenverantwortung zu übernehmen: «Jetzt geniesse ich aber vorerst diesen Abend bei einem feinen Essen und auch, mit meinen Kollegen Spass zu haben.»