«Jugend forscht» ohne Erfolg

Der achte Rang ist eine Enttäuschung für Staads Trainer Adrian Rüst. Aber es gibt Gründe dafür.

Remo Zollinger
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FC STAAD. Mit einem 0:3 gegen den FC Rheineck ging die Staader Saison zu Ende. Für das Rüst-Team ist es nur ein schwacher Trost, dass es dennoch vor dem Nachbarn abschliesst: Der achte Rang ist nicht das, was man sich auf dem Bützel vorgestellt hat. Zumal der Rückstand auf Aufsteiger Au-Berneck volle 23 Punkte beträgt, und man selbst mit dem Aufstieg nichts zu tun hatte.

Zivaljevic schmerzlich vermisst

Als Hauptgrund für den tabellarischen Absturz führt Trainer Adrian Rüst den Ausfall von Topstürmer Boris Zivaljevic an. Der 26-jährige Serbe konnte nach einer hartnäckigen Meniskus-Verletzung nur drei Spiele absolvieren, ehe er in der Rückrunde für das vorarlbergische Regionalliga-Team Hard auflief. «Ohne Boris sind wir nur ein <normales> Drittliga-Team», sagt Rüst, «mit ihm hätten wir vorne mithalten können und sicher zehn bis zwölf Punkte mehr geholt.»

Auch wegen Zivaljevics Abgang hat Staad ab der Winterpause vermehrt junge Spieler eingesetzt. «Die Jungen machten das gut, aber uns fehlte die Konstanz. Wir schossen viele Tore, bekamen aber auch hinten immer wieder viele rein.»

Dies belegen die Zahlen: Nur Wittenbach hat mehr Tore erzielt als Staad, aber auch nur die beiden Absteiger sowie Appenzell haben mehr kassiert. Die Spiele der Seebuben garantierten für Spektakel und Tore, 17 Spieler reihten sich in die interne Torschützenliste ein. «Meist war es spannend bis zum Schluss. Dies zehrt natürlich an den Nerven. Positiv war aber, dass wir mehrmals einen Rückstand noch drehen konnten», sagt der Spielertrainer.

Kurios ist überdies, dass Staad gegen den Zweiten Schaan mehr Punkte geholt hat als gegen die Absteiger Heiden und Grabs zusammen. Die nie erreichte Konstanz war ein Problem dieser Staader Saison.

Die Abwehr haut Rüst aber trotz der vielen Gegentore nicht in die Pfanne. Dennoch hätte es Probleme gegeben, etwa auf der Torhüterposition: «Wir haben auf zwei junge Goalies gesetzt, die vorher nie Stammgoalie in einer ersten Mannschaft waren. Sie haben es gut gemacht, aber manchmal fehlte einfach noch die Routine.»

Drei Junge sind zurück

Erfreulich für den FC Staad ist indes die Tatsache, dass mit Lovric, Beqiraj und Tscherne drei junge Spieler auf den Bützel zurückgekehrt sind, die Staad erst vor Kurzem verliessen. «Ich denke, dass es den Jungen bei uns gefällt. Wir gehen intensiv auf sie ein und geben ihnen die Möglichkeit, in einer ersten Mannschaft zu spielen. Dass wir aber nicht die Zugkraft einer Interregio- oder Zweitliga-Mannschaft haben, ist klar», analysiert Rüst die Situation realistisch.

Staad hat in der vergangenen Saison einmal mehr mit jungen Spielern die Basis für die Zukunft gelegt. Indem es ihnen Einsatzmöglichkeiten und Vertrauen geschenkt, auf sie gebaut hat. Dennoch: «Der achte Rang ist dann aber doch etwas gar wenig», sagt Rüst.