Judith Zürn ist im Verwaltungsrat

Judith Zürn ist die einzige Frau im Verwaltungsrat der Raiffeisenbank Berneck-Au. Sie wurde am Samstag in das Gremium gewählt, das einen Jahresgewinn von 125 376 Franken präsentieren konnte. Die bisherigen Verwaltungsräte und Präsident Markus Hitz sind bestätigt – alle einstimmig.

Monika von der Linden
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Im Verwaltungsrat gibt es bei den Erneuerungswahlen einen Wechsel. Vizepräsident Walter Untersander (links) hat demissioniert. Seine Nachfolgerin Judith Zürn erhält alle Stimmen der Genossenschafter. Präsident Markus Hitz ist einstimmig im Amt bestätigt. (Bilder: Monika von der Linden)

Im Verwaltungsrat gibt es bei den Erneuerungswahlen einen Wechsel. Vizepräsident Walter Untersander (links) hat demissioniert. Seine Nachfolgerin Judith Zürn erhält alle Stimmen der Genossenschafter. Präsident Markus Hitz ist einstimmig im Amt bestätigt. (Bilder: Monika von der Linden)

BERNECK. Die Raiffeisenbank Berneck-Au wird stetig grösser. Um dies und das positive Jahresergebnis zu feiern, kamen am Samstag 662 Delegierte in die «Stäpfli»-Halle nach Berneck. Präsident Markus Hitz präsentierte nicht nur einen Jahresgewinn, sondern auch eine Kandidatin für den Verwaltungsrat. Die Ankündigung allein war den Genossenschaftern und Genossenschafterinnen einen Applaus wert, noch bevor sie den Namen der Kandidatin kannten. Sie wählten Judith Zürn (siehe Kasten) einstimmig als Mitglied des Verwaltungsrates.

Walter Untersander demissionierte auf die 107. ordentliche Generalversammlung – altershalber. «Er hat sich 27 Jahre lang als Behördenmitglied gewissenhaft und umsichtig engagiert – elf Jahre als Aufsichtsrat, 16 Jahre im Verwaltungsrat und seit 2006 als Vizepräsident», sagte Markus Hitz.

Die bisherigen Verwaltungsratsmitglieder – Werner Küttel, Marcel Giger, Jürg Baumann – und Präsident Markus Hitz wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Nachklang ohne Unterton

Markus Hitz verglich die Raiffeisenbank Berneck-Au mit einem Orchester. Es brauche ein perfektes Zusammenspiel aller Musiker, und es sei die Aufgabe des Dirigenten, die Musik zu interpretieren. «Menschen sind wie Musikinstrumente. Ihre Resonanz hängt davon ab, wer sie berührt», sagte er. «Im Verwaltungsrat wollen wir einen Nachklang erzeugen, der Vertrauen und Nähe ausstrahlt, einen Nachklang ohne Unterton.» Die Raiffeisenbank spiele auf einer soliden Bühne. «Die Genossenschaft ist ein auf uns zugeschnittenes, überschaubares und auf Solidarität aufgebautes Modell.»

Leichtes Wachstum

«Jede erfolgreiche Konzentration eines Betriebs baut auf seinen Stärken auf und nutzt vorhandene Schwächen der Konkurrenz aus», sagte Markus Hitz. Dies gelte auch für die Raiffeisenbank Berneck-Au. «Preis- und Konkurrenzdruck haben sich auf einem hohen Niveau festgekrallt.»

Reto Zellweger (Vorsitzender der Bankleitung) erläuterte das Jahresergebnis im Detail. Der Jahresgewinn wird mit 125 376 Franken ausgewiesen. Der Trend der tiefen Zinsen hat sich fortgesetzt. Deshalb sei die Nachfrage nach Wohneigentum und die Bautätigkeit in der Region nach wie vor hoch, sagte Zellweger. Folglich steigen die Preise für Land und Stockwerkeigentum. «Wir überprüfen, ob Schulden auch bei steigenden Zinsen tragbar sind.»

Die Bank wuchs weiter und hat 66 Personen oder 2 Prozent mehr Mitglieder. Das Wachstum bei den Kundengeldern wurde leicht gebremst. «Dennoch verzeichneten wir eine Zunahme von 1,7 Prozent oder rund 3,5 Mio. Franken», sagte der Bankleiter.

Die Kundschaft lieh im vergangenen Jahr 6,6 Mio. Franken oder 3,07 Prozent mehr Geld aus. «Wie bei jedem Unternehmen sind für unsere Genossenschaft der Ertrag und damit die Stärkung der Eigenmittel sehr wichtig.» Den Betriebsertrag erhöhte die Bank um 4,7 Prozent auf mehr als 6,6 Mio. Franken und steigerte den Bruttogewinn um 34 Prozent auf 1,2 Mio. Franken. Weiter erfuhr die Bilanzsumme eine Steigerung auf 267 Mio. Franken.

Alle Anträge bewilligt

Die Genossenschafter stimmten allen Anträgen diskussionslos zu. Sie genehmigten die Jahresrechnung und die Verzinsung von 6 Prozent der Anteilscheine. Verwaltungsrat und Bankleitung wurden entlastet. Weiter stimmten sie mit mehr als 90 Prozent der Änderung der Statuten zu. Es galt, die Anrechenbarkeit des Genossenschaftskapitals zu beschliessen. Damit könne die gesetzlich verlangte Erhöhung des Eigenkapitals erreicht werden, sagte Hitz. In der Folge wurde der Artikel betreffend der Nachschusspflicht aufgehoben. «Damit können die Anteilscheine weiter als Eigenmittel angerechnet werden.»

Geselliger Ausklang

Das positive Ergebnis und die Geselligkeit feierten die Genossenschafter, nachdem sie alle Beschlüsse gefasst hatten. Zur Unterhaltung trugen das Akrobatik-Duo Scacciapensieri und das Tanzmusik-Duo «The Moods» bei.

Das Duo Scacciapensieri stellt seinen Auftritt unter das Motto «Die Sorgenvertreiber». Das Jahresergebnis und der Akrobatik-Auftritt streichen denn auch fast alle Sorgen weg.

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Reto Zellweger (Vorsitzender der Bankleitung) erläutert, wie die Raiffeisenbank Berneck-Au den Gewinn von 125 376 Franken erwirtschaftete.

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Direkt nach der Versammlung managt Verwaltungsrat Werner Küttel den reibungslosen Ablauf in der Küche, hier mit Jenny Vetsch.

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Paul Egger und Rosemarie Müller leben in Goldach. Als Genossenschafter kommen sie gerne wieder nach Berneck.

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Das Duo Scacciapensieri verbindet Akrobatik und Clownerie.

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Innert kürzester Zeit bedienen die Damen im Service 662 Delegierte.

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