Judith Mark wird Kanti-Rektorin

Im Sommer gab Kanti-Rektor Bertram Mogg seinen Rücktritt bekannt. Jetzt ist klar, wer seine Nachfolge antritt: Judith Mark. Die 47-Jährige war bisher Prorektorin an der Kantonsschule Heerbrugg und geniesst das Vertrauen der Lehrer.

Samuel Tanner
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HEERBRUGG. Die Lehrer applaudierten minutenlang, als sie am Donnerstag im Konvent erfuhren, wer ihre neue Chefin wird. Judith Mark, 47, Mutter von zwei Mädchen und, ziemlich zentral, bis anhin als Prorektorin an der Heerbrugger Kantonsschule tätig.

Werden neue Rektoren gewählt, ist für die Lehrer nämlich meist das wichtigste Kriterium, dass der oder die neue Person den Betrieb und die Kultur der Schule schon kennt. Und so sagt Christoph Mattle, Leiter im St. Galler Amt für Mittelschulen: «Dass sie in der Lehrerschaft grosses Vertrauen geniesst, war einer der diversen Aspekte, die für Judith Mark sprachen.» Davon zeugte der minutenlange Applaus am Donnerstag im Konvent.

Mogg bleibt länger als gedacht

Mark sei zudem erfahren, habe sich in den sieben Jahren an der Kantonsschule Heerbrugg als sehr teamfähig erwiesen und bis anhin konstant gute Leistungen erbracht, lobt sie Christoph Mattle.

Judith Mark ersetzt den bisherigen Rektor Bertram Mogg, der in den letzten Jahren vor seiner Pensionierung noch einmal ausschliesslich als Lehrer tätig sein möchte. Mogg wollte ursprünglich schon im nächsten Sommer aufhören, steht der Kanti jetzt aber doch noch bis im Februar 2013 vor. Dies, weil Judith Mark von August bis Februar des kommenden Schuljahres einen Bildungsurlaub einlegt.

Reflektieren und Ziele setzen

«Ich werde das Semester zur Reflexion nutzen. Werde Schulen im Ausland besuchen, weitere Ideen sammeln und Ziele für die Tätigkeit als Rektorin festlegen», sagt Mark. Für die in Widnau wohnende Familienfrau ist der Rektor-Posten zwar kein lang gehegter Berufswunsch, aber «weil ich seit 2004 zur Schulleitung gehöre und mir die vielseitige Arbeit gefällt, war es ein logischer Schritt».

Über ihre konkreten Vorhaben mit der Kanti will sie zwar erst beim Antritt informieren. Schon jetzt sagt Judith Mark aber: «Die Baustelle (Neubau und Sanierung) ist derzeit die grösste Herausforderung.» Die 47-Jährige weiss, was auf sie zukommt.