JUBILÄUM: Stadler hat die Weichen richtig gestellt

In vollen Zügen haben etwa 7500 Gäste den Tag der offenen Tür bei Stadler in Altenrhein genossen. Sie erhielten einen interessanten Einblick in die Entstehung von Doppelstockzügen und Strassenbahnen.

Ramona Riedener
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Am Tag der offenen Tür bei der Stadler Altenrhein aus Anlass des 75-Jahr-Jubiläums durfte man für einmal auch auf Geleisen speisen. (Bilder: Ramona Riedener)

Am Tag der offenen Tür bei der Stadler Altenrhein aus Anlass des 75-Jahr-Jubiläums durfte man für einmal auch auf Geleisen speisen. (Bilder: Ramona Riedener)

Ramona Riedener

redaktionot@tagblatt.ch

Grosses Schauen und Staunen am Samstag am Tag der offenen Tür bei Stadler in Altenrhein. Auf einem Rundgang durch die Werkhallen konnten etwa 7500 Gäste die Entstehung eines hoch entwickelten Zuges verfolgen. Eigentümer Peter Spuhler und CEO Altenrhein Markus Sauerbruch ­erzählten, begleitet von Viktor Giacobbo, viel Interessantes aus der bewegten Firmengeschichte. Vor 75 Jahren stellte Ernst Stadler in Zürich die Weichen für eine Erfolgsgeschichte von internationaler Bedeutung. 1989 übernahm der 30-jährige Peter Spuhler als CEO und Eigentümer die Stadler Fahrzeuge AG mit gerade mal 18 Mitarbeitern. Heute beschäftigt der Konzern insgesamt 7200 ­Mitarbeiter, davon 3000 in der Schweiz. Das 75-Jahr-Jubiläum war für die Firma Stadler ein guter Grund, der Bevölkerung Einblick zu gewähren in die erfolgreiche Produktionsstätte. In den sechs teils historischen, teils hypermodernen Hallen auf über 49000 Quadratmetern Fläche arbeiten in Altenrhein etwa 950 Personen am Bau von Doppelstockzügen, Strassenbahnen und Reisezugwagen für den internationalen Markt. Die zahlreichen Arbeitsschritte, die es braucht, bis so ein technisches Meisterwerk zur Jungfernfahrt aufbrechen kann, zeigten die Stadler-Mitarbeiter dem interessierten Publikum an verschiedenen Posten auf dem Rundgang durch die riesigen Hallen. Bestaunt wurden die riesigen Roboter, die Präzisionsarbeit verrichten, und das gigantische Fahrzeug, das die Züge von einer Produktionshalle zur anderen befördert.

In der Engineering-Abteilung leisten 250 qualifizierte Mitarbeiter Entwicklungsarbeit. Denn, sagt Peter Spuhler, nur mit Innovation, Flexibilität und Schnelligkeit könne man der Konkurrenz trotzen. Dass das Unternehmen trotz Frankenschocks und anderen Krisen auf dem richtigen Gleis unterwegs ist, beweisen zahlreiche Erfolge und prall gefüllte Auftragsbücher.

Kleinbetrieb mausert sich zum Grosskonzern

Dass aus dem ehemaligen Kleinstbetrieb von Ernst Stadler ein weltweit angesehener Grosskonzern geworden ist, ist laut Peter Spuhler weitgehend der Verdienst eines eingespielten Teams von guten Mitarbeitenden. Motivierte und fachkundige Mitarbeitende erlebten die Besucher an den verschiedenen Arbeitsplätzen. «Ich bin stolz auf unsere Mitarbeitenden, die mit Begeisterung und Eigeninitiative zeigen, was sie täglich hier machen», sagt Markus Sauerbach, CEO von Stadler Altenrhein. Stolz und Freude bereitet ihm auch das breite Publikum, das die Gelegenheit wahrgenommen hat, vor Ort Einblick in die Werkhallen Altenrhein zu bekommen. «Wir freuen uns sehr über das Interesse der Bevölkerung. Dies ist ein stolzer und freudiger Tag.»