Jetzt zählt die Vermarktung

Die Redaktionswagen-Besucher waren sich einig: Die Rheinecker Altstadt bietet eine einmalige historische Kulisse. Um sie aus ihrem Schlaf zu erwecken, brauche es jedoch ausgereifte Konzepte. Diese sollen bald vorliegen.

Seraina Hess
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RHEINECK. Noch vor ein paar Tagen fühlte man sich im Städtli wie auf einer Piazza im Tessin. Heiss war es am Mittwochabend nicht mehr, die Atmosphäre aber einladend wie eh und je. Dies sei Rheinecks grosse Stärke, findet Stadtpräsident Hans Pfäffli. Mit der Fertigstellung der Bauarbeiten im Quartier Fahr wird das Städtli im Herbst nochmal um einige Flanier-Meter länger.

«Rezeptbuch» im Frühling

Doch an Besuchern, an Laufkundschaft, an kontinuierlich bestehenden Geschäften mangelt es Rheineck schon seit Jahren – und es sieht nicht aus, als ändere sich in absehbarer Zeit etwas daran. Hans Pfäffli sagt: «Die Ideen, die ich hatte, sind nun alle umgesetzt. Dazu gehört die Gestaltung des Städtlis, aber auch der neue Bahnhof. Es ist an der Zeit, dass die Zukunft der Altstadt von neuen Leuten geprägt wird.» Er meint damit die Kommission «Altstadt 2020», die im Frühling gegründet wurde und der Titus Ladner vorsteht. Es geht darum, auf Basis einer Umfrage bei Rheinecker Bürgern Leitsätze und erste Konzepte zu erarbeiten. An mangelhafter Infrastruktur könne die Misere nicht liegen – sondern am Standortmarketing, sagt Pfäffli. Das «Rezeptbuch», wie er es nennt, soll binnen eines Jahres, also im Frühling 2016, vorliegen.

Musikschule zieht um

Noch unklar ist, wie sich die Oberstufe an die immer kleiner werdende Schülerzahl anpassen wird. Wie Stadtrat Gilbert Lapp erklärt, sei der neue Schulleiter Stefan Gander dabei, die aktuelle Lage zu analysieren, um darauf aufzubauen. «Er ist ein Querdenker», sagt Lapp, «es wird sich vermutlich einiges ändern.» Fest steht, dass die Musikschule Am Alten Rhein in das Oberstufengebäude an der Thalerstrasse ziehen wird, um die Raumnutzung zu verbessern.