Jetzt etwas aus dem Leben machen

MARBACH. Berufsmatura nach der Lehre: 20 Absolventen des Kaufmännischen Berufsmatura-Lehrgangs II am BZR in Altstätten haben reüssiert und durften im Schloss Weinstein ihr Zeugnis entgegennehmen. Die besten schlossen mit 5,2 und 5,4 ab.

Max Tinner
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Die Berufsmatura öffnet Türen, von links: Lehrgangsleiter Felix Wetter, Patricia Sebek (Altstätten), Corina Koster (Nassen), Michelle Beutler (Altstätten), Patricia Hensch (Kriessern), Anja Wiget (Balgach), Luisa Durot (Widnau), Adrian Baumgartner (Kriessern), Mischa Seitz (Berneck), Fabian Ritter (Gais), Luca-Daria Mayr (Berneck), Michael Wüst (Hinterforst), Ladina Dörig (Schachen), Fabio Longhi (Rorschach), Simone Künzler (St. Margrethen), David De la Poza (Rorschacherberg), David Umher (Berneck), Marcella Menzi (Diepoldsau), Bujare Vlasi (Heerbrugg), Janice Hagen (Oberriet), Christof Gasser (Au), Kantonsrat Michael Schöbi. (Bild: Max Tinner)

Die Berufsmatura öffnet Türen, von links: Lehrgangsleiter Felix Wetter, Patricia Sebek (Altstätten), Corina Koster (Nassen), Michelle Beutler (Altstätten), Patricia Hensch (Kriessern), Anja Wiget (Balgach), Luisa Durot (Widnau), Adrian Baumgartner (Kriessern), Mischa Seitz (Berneck), Fabian Ritter (Gais), Luca-Daria Mayr (Berneck), Michael Wüst (Hinterforst), Ladina Dörig (Schachen), Fabio Longhi (Rorschach), Simone Künzler (St. Margrethen), David De la Poza (Rorschacherberg), David Umher (Berneck), Marcella Menzi (Diepoldsau), Bujare Vlasi (Heerbrugg), Janice Hagen (Oberriet), Christof Gasser (Au), Kantonsrat Michael Schöbi. (Bild: Max Tinner)

Die Kaufmännische Berufsmaturität kann man nicht nur parallel zur beruflichen Ausbildung erlangen, sondern auch noch nach abgeschlossener Lehre – entweder in einem einjährigen Vollzeitlehrgang oder berufsbegleitend innert zweier Jahre. 20 Absolventen dieses Lehrgangs am Berufs- und Weiterbildungszentrum Rorschach-Rheintal (BZR) in Altstätten durften am Donnerstag im Schloss Weinstein ihr Berufsmatura-Zeugnis entgegennehmen. Die durchschnittliche Abschlussnote beträgt 4,51. Jahrgangsbeste sind Christof Gasser aus Au mit einer 5,4 und Mischa Seitz aus Berneck, der mit einer 5,2 abgeschlossen hat. Seitz' Resultat wurde von Lehrgangsleiter Felix Wetter speziell gewürdigt: Vor dem Einstieg in den Lehrgang hatte der Bernecker keine kaufmännische Lehre, sondern eine Detailhandelsausbildung absolviert. Blumen gab es auch für Bujare Vlasi aus Heerbrugg, die am Donnerstag nicht nur ihre Berufsmatur, sondern auch ihren 20. Geburtstag feierte.

Acht Absolventen werden nächstens ein Fachhochschulstudium in Angriff nehmen. Mit der Berufsmatura stehen ihnen dort alle Studiengänge offen. So wird Mischa Seitz in Winterthur Aviatik studieren. Er möchte Pilot bei der Swiss werden.

Berufsmatura als Sprungbrett

Zwei weitere Absolventen visieren ein Studium an der Pädagogischen Hochschule an. Die anderen wollen die Berufsmatura – vorerst ohne Studium – als Sprungbrett in ihrer beruflichen Karriere nutzen.

Man könne zwar durchaus die Zukunft einfach auf sich zukommen lassen, sagte der Altstätter Kantonsrat Michael Schöbi in seiner Ansprache. Entscheidend für das berufliche Vorwärtskommen sei aber, die Chancen zu kennen, die sich einem bieten, und sie zu nutzen. «Machen Sie etwas aus Ihrem Leben», meinte Schöbi, «der Rest davon beginnt genau heute!»

Engagement bewirkt etwas

Er ermunterte die Berufsmaturandinnen und -maturanden, die Vielfalt der sich ihnen bietenden Möglichkeiten zu erkunden und die Freiheiten unserer heutigen Welt zu nutzen. Er appellierte auch, Gebrauch von den politischen Rechten zu machen. Angesichts des im Allgemeinen eher dürftigen politischen Engagements frage er sich manchmal schon, ob den Leuten ihre Freiheiten und Rechte tatsächlich so wenig wert seien.

Dass jede einzelne Unterschrift etwas bewirken könne, habe die Petition gezeigt, mit der sich das Rheintal und das Sarganserland erfolgreich gegen die Aufhebung des Ausbildungsstandorts Altstätten für die Medizinischen Praxisassistentinnen gewehrt haben. «Engagement in Politik und Gesellschaft lohnt sich», betonte Michael Schöbi.