Jesus in der Krippe schenkt seine Gnade

Es ist so wunderbar, die Grossmutter zu sein von Manon, einem aufgeweckten, munteren Mädchen von zweiunddreissig Monaten! Und ihr jetzt die Weihnachtsgeschichte erzählen zu können mit den Krippenfiguren, die ich damals für meine Töchter gebastelt habe, die man gut den kleinen Kinderhänden anvertrauen kann.

Silke Dohrmann Pfarrerin In Widnau-Kriessern
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Es ist so wunderbar, die Grossmutter zu sein von Manon, einem aufgeweckten, munteren Mädchen von zweiunddreissig Monaten! Und ihr jetzt die Weihnachtsgeschichte erzählen zu können mit den Krippenfiguren, die ich damals für meine Töchter gebastelt habe, die man gut den kleinen Kinderhänden anvertrauen kann.

Ob es mir gelingt, ihr zu vermitteln – oder vorzuleben, wie wichtig mir Jesus ist?

Mir hat immer die Freiheit von Jesus imponiert, die Freiheit, anders zu sein als die anderen. Auch wenn ich selbst am liebsten wie die anderen gewesen wäre. Jesus hat sich nicht gefügt. Wie das wohl für Maria war und für Josef, den Ziehvater? Ob sie sich erinnert haben an die Worte des Engels: Dies ist ein Kind des Höchsten, fürchtet euch nicht!

Jesus hatte keine Furcht, jedenfalls nicht vor Menschen. Er sah das Unheil in seiner Welt und hat sich ganz dem Trost und der Heilung von Menschen gewidmet und der Vergebung. Ob es so war, dass er sich Gott oft mehr verbunden gefühlt hat als mit seinen Kollegen?

Denn immer wieder stiess er auf Unverständnis und Angst, während er sein Leben in Gottes Hand wusste. Es ist, als ob er sich dem Himmel in die Arme geworfen hat, so wie ein Kind, das auf den Vater zurennt und weiss, es wird aufgefangen.

Unsere Enkelin hat auch keine Angst. Ihre kleinen Hände und ihr wacher Blick trösten mich. Und ich weiss: Für sie und ihre Generation sind die Klimaverhandlungen in Paris überlebenswichtig. Und vor allem die Einhaltung der Ziele durch alle, die Energie verbrauchen. Dazu gehören wir an erster Stelle, unser reiches Land, das so arm an Zuversicht, Gelassenheit und Hoffnung zu sein scheint.

Erzählen wir einander in der Weihnacht von den Wundern, die wir erlebt haben. Von unserer Dankbarkeit für unser Leben und unsere schöne Umgebung. Sparen wir aber nicht unsere Verwundbarkeit aus, unsere Bangigkeit, wenn wir sehen, wie andere Menschen fliehen müssen, weil sie keinen Boden mehr haben, der sie ernährt.

Legen wir doch alles, was wir haben und sind, in die Krippe zum Jesuskind und lassen uns beschenken von seiner Gnade, von seinem Lächeln, das auch den Tod überwindet.

Lassen wir unter dem Tannenbaum oder im Glanz der vielen Lichter ruhig etwas von unserer Dunkelheit und Herzenstraurigkeit zu. Jesus kommt, um uns heil und fröhlich zu machen.

Wir feiern das Fest seiner Geburt in der dunkelsten Zeit mit der Verheissung: Sein Licht kommt!

Vielleicht ist es so, dass nur ein verletzliches kleines Kind die Welt retten kann.

Ich bin jedenfalls gespannt auf die Fragen meiner Enkelin.

Ihnen allen ein gesegnetes, friedvolles Weihnachtsfest!

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