Jeder ist eine Ausnahme

Eine Strassenbaustelle, wie es sie aktuell in Diepoldsau oder St. Margrethen gibt, erfordert viel Geduld. Bauarbeiter schaffen neben dem fliessenden Verkehr, Autofahrer stehen im Stau, Geschäftsleute ertragen Einbussen, Anwohner Lärm und Dreck.

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Eine Strassenbaustelle, wie es sie aktuell in Diepoldsau oder St. Margrethen gibt, erfordert viel Geduld. Bauarbeiter schaffen neben dem fliessenden Verkehr, Autofahrer stehen im Stau, Geschäftsleute ertragen Einbussen, Anwohner Lärm und Dreck.

Die Sanierung der Kantonsstrasse in Heerbrugg fordert zudem besonders heraus, weil an fast jeder Ecke die Signalisation geändert ist. Man hat nicht mehr wie sonst Vorfahrt und es gibt vorübergehend Einbahnstrassen und Ampeln.

Es ist Rücksicht geboten. Aber wen kümmert es? Das Gewohnheitsrecht ist wohl stärker. Jeder glaubt, eine Ausnahme schade niemandem. Kaum einmal fahre ich durch das Quartier, ohne dass ich in der Einbahnstrasse Gegenverkehr habe, mir jemand die Vorfahrt nimmt oder ich jemanden beobachte, der durch eine gesperrte Privatstrasse fährt.

Sie mögen denken, ich sei kleinlich. Aber auch ich halte mich für eine Ausnahme – denn ich nehme den einen Kilometer Umweg jedes Mal in Kauf.