Jedem sein Kübeli Strontium

Na so was: Die Aargauer und Zürcher wollen kein Endlager vor ihrer Haustür. Regierungsvertreter haben das verlautbart, nachdem die Nagra letzte Woche verkündet hatte, dass sie jetzt nur noch im Weinland und am Bözberg statt wie bisher in sechs Landesgegenden mit den Leuten streiten will.

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Max Tinner (Bild: Ralph Ribi)

Max Tinner (Bild: Ralph Ribi)

Na so was: Die Aargauer und Zürcher wollen kein Endlager vor ihrer Haustür. Regierungsvertreter haben das verlautbart, nachdem die Nagra letzte Woche verkündet hatte, dass sie jetzt nur noch im Weinland und am Bözberg statt wie bisher in sechs Landesgegenden mit den Leuten streiten will. (Die Nagra ist die Genossenschaft, die ein gäbiges Plätzli sucht, wo man eine Zeit lang Atommüll verlochen kann.) Mit Atomstrom verhält es sich ebenso wie mit Weihnachtsguetzli: Wir können zwar einfach nicht aufhören, Kerne zu spalten, aber die Brösmeli, die dabei übrig bleiben, würden wir am liebsten vom Tisch wischen, und gut ist's. Nun wird, wer auch immer das Haus sauber hält, diese Weise der Guetzlireste-Entsorgung auf Dauer nicht tolerieren und ein wenig Eigenverantwortung, sprich eine ordentliche Entsorgung der Brösmeli einfordern. So könnten wir es auch mit dem Atommüll halten. Da jeder dauernd vom Atomstrom nascht, bekommt auch jeder sein Kübeli mit Cäsium und Strontium. Das muss er dann in seinem Keller sicher verwahren. Ein paar Tausend Jahre lang oder so.

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