Jazzige Klangwolke umhüllt Publikum im Kulturforum Berneck

Zur Winzerzeit lud das Kulturforum Berneck zu einem unterhaltsamen Konzert ein.

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Jazzschuppenstimmung ins Haus des Weins brachten Carlo Lorenzi, Schlagzeug, Baldur Stocker, Bass, die Sängerin Miriam Sutter, Jim Gulli, Gitarre, und Flurin Rade, Akkordeon.

Jazzschuppenstimmung ins Haus des Weins brachten Carlo Lorenzi, Schlagzeug, Baldur Stocker, Bass, die Sängerin Miriam Sutter, Jim Gulli, Gitarre, und Flurin Rade, Akkordeon.

Bild: mp

(mp) Einen ganz eigenen, jazzig- swingenden Sound brachte das Quintett Les Chouettes am vergangenen Freitagabend ins Haus des Weins mit. Umrahmt vom Schlagzeuger Carlo Lorenzi, vom Bassisten Baldur Stocker, vom Gitarristen Jim Gulli und vom Akkordeonisten Flurin Rade sang Miriam Sutter einen bunten Strauss Pop- und Rockhits aus den 80er- und 90er- Jahren des letzten Jahrhunderts. Sie brachte nicht einfache Coverversionen zu Gehör, sondern durchwegs eigene Bearbeitungen im für sie typischen Jazzsound.

Mit «Tum Balalaika», einem russischen Volkslied im Stil der jiddischen Klezmermusik, eröffnete das Quintett den Abend. Weiter ging die Reise zum Beispiel über «I’ve Seen That Face Before» der Sängerin Grace Jones aus Jamaika, eine rhythmisch starke Vokalversion des bekannten «Libertango» von Astor Piazolla. «Belleville Rendez-vous» brachte die Zuhörer nach Paris. Mit «Nah, neh, neh» stimmten die Musiker den berühmten Hit der belgischen Gruppe Vaya Con Dios an, «Marzuella», einem Liebeslied aus Neapel, und «Besame mucho», einem bekannten, ursprünglich mexikanischen Hit, um nur noch drei Stationen der musikalischen Weltreise zu erwähnen.

Temporeich und kraftvoll aufpoliert, energiereich und selbstbewusst gestaltete Miriam Sutter die Lieder. Und immer wieder flirtete sie im musikalischen Zwiegespräch mit dem Akkordeonisten und vor allem mit dem virtuosen Gitarristen. Eine grossartige Leistung vollbrachte aber auch der Drummer Carlo Lorenzi. Mit viel Rhythmus im Blut gestaltete er nicht nur das grosse Getöse seines Instruments, sondern auch feine und leise Passagen von bemerkenswerter Schönheit. Und viel Beachtung hat auch der Bassist verdient. Er drängte sich nie in den Vordergrund, sondern gefiel durch seine abwechslungsreichen und weichen Akkorde.

Das Tüpfchen auf das i des Konzertes setzten zwei junge Bernecker Konzertbesucher. Das Schlusslied «I wish» riss Carmen Sonderegger und Ralph Schläpfer von den Sitzen und sie begeisterten die Zuschauer mit einer herrlich perfekten Tanzeinlage.

Mit zwei Zugaben bedankten sich die Musiker für den begeisterten Schlussapplaus, mit dem das Publikum den fetzigen Jazzabend quittierte.